Nordkurier.de

„Im Büro sitzen ist nichts für mich“

Cornell Reinhold aus Blankensee hat mit seinem Hausmeisterservice jetzt das zehnjährige Firmenjubiläum gefeiert. In der kalten Jahreszeit gehört auch der Winterdienst zu seinen Aufgaben.  FOTO: Franziska Gerhardt
Cornell Reinhold aus Blankensee hat mit seinem Hausmeisterservice jetzt das zehnjährige Firmenjubiläum gefeiert. In der kalten Jahreszeit gehört auch der Winterdienst zu seinen Aufgaben. FOTO: Franziska Gerhardt

Von unserem Redaktionsmitglied
Franziska Gerhardt

Mit seinem Ein-Mann-
Unternehmen, einem Hausmeisterservice, feiert Cornell Reinhold sein zehnjähriges Firmen-
jubiläum. Den Schritt in die Selbstständigkeit hat er nie bereut.

Blankensee.Noch steht der Schneeschieber auf dem Hof. „Der Winterdienst ist eine meiner größten Aufgaben in der kalten Jahreszeit“, erklärt Cornell Reinhold. Aber auch sonst packt der 34-Jährige alles an, was es in Haus und Hof zu tun gibt: Er baut Zäune und Carports, beschneidet Bäume, macht Umzüge und Transporte, legt Pflastersteine und pflegt Grundstücke. Mit seinem Hausmeisterservice kann der Blankenseer jetzt auf zehn Jahre Selbstständigkeit zurückblicken. Gefeiert hat Cornell Reinhold am Stichtag, dem 31. März, nicht besonders. „Das war ja der Ostersonntag, da war ich beim traditionellen Osterfeuer“, erzählt er. Als Ein-Mann-Unternehmer lohne sich ein großes Fest einfach nicht.
Gegründet hat Cornell Reinhold sein Unternehmen ohne Businessplan, dafür mit viel Optimismus. „Das war damals eine Ich-AG“, erinnert er sich. „Ich hab das einfach gegründet und dann durchgezogen.“ Sorgen gemacht hat er sich nicht. Zu Recht – heute hat er genug Aufträge und viele Stammkunden. Der gelernte Heizungsmonteur macht eigentlich alles, wie er sagt, nur von Strom und Gas lässt er die Finger. „Schon als Monteur musste man auf dem Bau alles können“, erklärt er. So hat der Blankenseer einen abwechslungsreichen Arbeitsalltag: Er werkelt in Grün- und Gartenanlagen, mäht Rasen, pflanzt neue Bäume, beseitigt Laub und schneidet Hecken. Er pflegt auch Spielplätze und hält Teiche instand. Außerdem baut er Zäune, Sichtschutzwände, Pergolas, Carports und Vordächer. Auch wer eine neue Auffahrt oder Terrasse braucht, kann sich an ihn wenden: Er verlegt Beton- und Natursteine für Pkw-Stellplätze und Gehwege. „Das ist ja kein Geheimnis“, sagt er bescheiden. Auch aus Holz kann Cornell Reinhold einiges bauen, zum Beispiel Bootsstege oder Gartenmöbel aus Lärchenholz. Letztere hat er allerdings kaum noch im Repertoire. Die Kosten für die Bauzeit seien zu hoch, das würde keiner bezahlen, sagt er. Außerdem betreut er Ferienhäuser, macht dort sauber und kümmert sich um die Übergabe. So ist er viel unterwegs. „Im Büro sitzen ist nichts für mich“, sagt er. Der eine Bürotag im Monat, an dem er Angebote und Rechnungen schreibt, reicht ihm vollkommen.

Spaß an der
Selbstständigkeit
Der eigene Chef zu sein, hat für Cornell Reinhold nur Vorteile. „Der Spaß ist die Selbstständigkeit an sich“, sagt er. „Ich kann zwar auch nicht arbeiten, wann ich will, aber ich kann alles selber planen.“ Eine Zeit lang hatte er auch einen Angestellten. Es sei aber schwierig, den Richtigen zu finden Die guten Leute hätten alle schon Arbeit, sagt er.
Neben der Arbeit ist der dreifache Vater besonders in der Feuerwehr engagiert. Als Jugendwart ist er für Blankensee, als Amtsjugendwart sogar für das ganze Amt Neustrelitz-Land verantwortlich. „Den Kindern und Jugendlichen aus Blankensee bringe ich Grundwissen über die Feuerwehrtechnik bei, es ist aber auch viel Spiel und Spaß dabei“, sagt er. Auch als Gemeindevertreter ist Cornell Reinhold tätig. Da bleibt nur noch wenig Zeit für seine eigentlichen Hobbys, das Angeln und den Hundesport.

Kontakt zur Autorin
f.gerhardt@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×