Di. 04. Oktober 2011
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Weiterbildung von Tobias Lemke

Jugend probt den Ausnahmezustand

Ausbildung. Strelitzer Nachwuchs-Rettungskräfte trainierten nicht nur einen einzelnen Ernstfall, sondern simulierten gleich einen 24-Stunden-Tag.

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Markus Lüdtke und Tim Albrecht (rechts) auf der Drehleiter.
Foto: Tobias Lemke
Neustrelitz (Tobias Lemke)  

Mehrere Verletzte im alten Krankenhaus, Brand im Stadtteil Kiefernheide, schwerer Verkehrsunfall bei Useriner Mühle – In und um Neustrelitz musste die Feuerwehr am Sonnabend und Sonntag zu ungewöhnlich vielen Einsätzen ausrücken. Hintergrund dafür war allerdings eine groß angelegte Übung der Jugendwehren aus Neustrelitz, Wesenberg und Userin sowie von Jugendrotkreuz und Jugendwasserwacht gewesen. Geprobt wurde nicht nur ein einzelner Ernstfall, sondern die Nachwuchs-Rettungskräfte absolvierten einen 24-Stunden-Tag unter nahezu realistischen Bedingungen.
Der Ausbildungstag in dieser Form habe bereits zum fünften Mal stattgefunden, zuletzt sei die Übung 2006 abgelaufen, erklärt Ronny Möller vom DRK Mecklenburgische Seenplatte. Als Koordinator fürs Ehrenamt ist er auch für die Jugendarbeit zuständig und hat den Projekttag zusammen mit Thomas Roloff von der Neustrelitzer Wehr sowie Enrico Kollhof von der Useriner Wehr vorbereitet. Dieses Mal sollte vor allem das Zusammenwirken der verschiedenen Einsatzkräfte geübt werden. „Die Jugendlichen sollen dabei die Berufsbilder kennen lernen – Was genau macht der Rettungsassistent, der Maschinist oder der Feuerwehrmann?“, erklärte Möller. Anhand des simulierten Berufsalltags sei die Arbeit der Rettungskräfte realistisch nachgestellt worden. Dabei wurde in den jeweiligen Stützpunkten nicht nur auf den Einsatz gewartet, sondern auch die sonstigen Tätigkeiten, wie Fahrzeugpflege oder Fitnessausbildung spielten eine Rolle.
Höhepunkte des Ausbildungstags waren dennoch die großen Einsatzübungen, bei denen die Bergung, Rettung und Suche von Menschen, der Einsatz auf Wasser und natürlich das Löschen von Bränden trainiert wurde. Am Sonnabendvormittag wurden alle Kräfte etwa zum alten Neustrelitzer Krankenhaus geschickt. Fünf Verletzte und eine leblose Person seien zu bergen, hieß es. In der zweiten Etage des Gebäudes hatte sich beim Eintreffen der Feuerwehrleute und der Sanitäter bereits dichter Rauch ausgebreitet. Mit er Lampe auf den Knien kriechend und dicht beiinander mussten die Räume durchsucht werden. Vor der Tür warteten die Helfer vom Jugendrotkreuz auf die geretteten Personen, um die Verletzungen zu versorgen. „Es klappt ganz gut, bis jetzt ist es nicht anstrengend“, meinte Kai Haarnack (10) von der Neustrelitzer Jugendwehr bei der Übung. Doch auf die Nachwuchs-Helfer warteten noch weitere Ernstfälle. Der letzte sollte erst am Sonntagmorgen bei einem simulierten Verkehrsunfall in Useriner Mühle stattfinden.
„Es geht bei den Übungen zunächst nicht um die Zeit. Im Vordergrund steht, dass es richtig gemacht wird“, erklärte Ronny Möller, der bei den Einsätzen als Beobachter fungierte. Später sollen die Fehler und Dinge, die gut geklappt haben, nochmals besprochen werden. „Daraus können wir Schlüsse für die Ausbildung ziehen“, so Möller. Am Projekttag waren rund 60 Jungen und Mädchen von der Jugendorganisationen der Feuerwehr, DRK und Wasserwacht beteiligt. Mehr Infos im Strelitz-Blog und eine Bildergalerie sehen Sie auf
@
www.nordkurier.de/feuerwehr

Junge Helfer proben mehr als einen Ernstfall
Mehrere Verletzte im alten Krankenhaus, Brand im Stadtteil Kiefernheide, schwerer Verkehrsunfall bei Useriner Mühle - in und um Neustrelitz mussten die Löschfahrzeuge der Feuerwehr am Sonnabend und Sonntag zu ungewöhnlich vielen Einsätzen ausrücken. Hintergrund dafür war allerdings eine groß angelegte Übung der Jugendwehren aus Neustrelitz, Wesenberg und Userin sowie von Jugendrotkreuz und Jugendwasserwacht gewesen. Geprobt wurde nicht nur ein einzelner Ernstfall, sondern die Nachwuchs-Rettungskräfte absolvierten einen 24-Stunden-Tag unter nahezu realistischen Bedingungen.
Einsatz der Feuerwehr
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Foto: Tobias Lemke
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