Nordkurier.de

Klangpiloten starten in der Manege durch

In einer Zirkus-Kulisse erlebten die Klangpiloten (auf dem Monitor Lena Huber) ihren ersten Video-Dreh.  FOTO: Susanne Schulz
In einer Zirkus-Kulisse erlebten die Klangpiloten (auf dem Monitor Lena Huber) ihren ersten Video-Dreh. FOTO: Susanne Schulz

VonSusanne Schulz

Der Songtitel „Es tut mir Leid“ gilt nicht fürs Video- Erlebnis der Neustrelitzer Band, die als Sieger eines Wettbewerbs ihren ersten Musikclip aufgenommen hat.

Neustrelitz.Ein Salto wäre nicht übertrieben gewesen als Reaktion auf den Schauplatz, den die Neustrelitzer Klangpiloten bei ihrer ersten Videoproduktion vorfanden: „Wir waren überwältigt“, erzählt Gitarristin und Songschreiberin Lena Huber vom ersten Eindruck jenes Drehtags ins Potsdam zu ihrem Song „Es tut mir Leid“. Dass die Truppe nicht nur mit Hörbarem,sondern auch mit Ansehnlichem für sich werben kann, verdankt sie einer landesweiten Fan-Abstimmung im Internet (der Nordkurier berichtete): Das Unternehmen „pixel for everyone“ hatte zum Wettbewerb aufgerufen; die Videoproduktion mit zwei Drehtagen und 4000 Euro sicherten sich neben der Neubukower Band „spasmodic creep“ eben die Klangpiloten – mit mehr als 400 Stimmen.
Ein Theater oder einen Zirkus wünschten sie sich als Drehort. Was sich zwar nicht in Neustrelitz verwirklichen ließ, aber umso eindrucksvoller in Potsdam vorbereitet war. „Schon unser Bandname in Leuchtbuchstaben über der Manege sah toll aus“, berichtet Lena. Beeindruckt erlebten die Neustrelitzer Musiker, wie professionell das kleine Video-Team den Dreh gestaltete, wie ein Setplan minutiös auflistete, bei welcher Einstellung selbst die kleinste Lampe welchen Platz habe.
Auf eine Stunde in derMaske – „Irre, wie aufwändig wir geschminkt und gestylt wurden!“ – folgten sechs Stunden vor der Kamera; größtenteils im Playback: „Zuerst haben wir live gesungen und gespielt, um das Gefühl für die Situation zu bekommen. Aber wieder und wieder hält das die Stimme gar nicht durch“, erklärt Lena Huber, im Hauptberuf Inhaberin einer Werbe- und Webdesignagentur in Neustrelitz.
Zur aufregenden Erfahrung, ihren Song vor laufender Kamera zu spielen (und der Frage, ob man in die Linse schauen solle oder nicht), gesellten sich noch mediale Zaungäste: Zeitungsjournalisten waren ebenso vor Ort und wollten Interviews wie der Fernsehsender potsdam.tv, dessen Beitrag auch auf der Facebook-Seite der Klangpiloten zu sehen ist.

Der erste Song
hat’s einfach verdient
Und auch wenn dies die erste Video-Erfahrung der Klangpiloten war: „Jederzeit wieder!“, haben sie beschlossen. Zumal sie sich mit dem Clip mindestens um 50 Prozent höhere Chancen ausrechnen, von Veranstaltern zur Kenntnis genommen zu werden: „Es bringt gleich mehr, wenn man uns auch sehen kann.“ Und zumal sie auch dem von dem Profisvorbereiteten Drehplan noch eigene Ideen hinzufügen konnten. In den nächstenTagen soll die erste Rohfassung in Neustrelitz eintreffen. Wenn sich dann noch Wünsche auftun, ist ein weiterer Drehtag möglich.
Die Entscheidung für „Es tut mir Leid“ jedenfalls war die absolut richtige, finden die Klangpiloten: „Das war unser erster Song, der hat’s einfach verdient. Auftritte unter anderem beim Motorradverein Corax und beim „Rock im Wald“ in Wokuhl stehen in den nächsten Monaten im „Flugplan“ der Klangpiloten. Außerdem wollen sie Internet-Seite und Marketing auf Vordermann bringen – beflügelt vom Dreh-Erlebnis, starten sie weiter durch.

Kontakt zur Autorin
susanne.schulz@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×