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Kleinerzeuger treffen auf Landtechnikhändler

Jürgen Odebrecht führt Siegfried Martinmaas, Vorsitzender des Arbeitskreises der Nebenerwerbslandwirte im Bauernverband, und Rainer Tietböhl (von links) durch die Ausstellung. Im Mittelpunkt der Präsentation standen japanische Kubota-Traktoren.[KT_CREDIT] FOTO: gross
Jürgen Odebrecht führt Siegfried Martinmaas, Vorsitzender des Arbeitskreises der Nebenerwerbslandwirte im Bauernverband, und Rainer Tietböhl (von links) durch die Ausstellung. Im Mittelpunkt der Präsentation standen japanische Kubota-Traktoren.[KT_CREDIT] FOTO: gross

VonAndré Gross

Bauern im Nebenerwerb sind im Land eine wichtige Zielgruppe. Ihre Bedeutung wird häufig unterschätzt.

Wesenberg.Etwa die Hälfte der rund 4800 landwirtschaftlichen Betriebe in Mecklenburg-Vorpommern wird im Nebenerwerb geführt. Ihr Stellenwert werde häufig unterschätzt, sagte Landesbauernpräsident Rainer Tietböhl dem Nordkurier.
Nicht so von seinem Verband, der ständigen Kontakt mit dieser Zielgruppe unterhalte. Jährlich gebe es Treffen mit den Bauern, außerdem biete die Agrarschau MeLa in Mühlengeez ein alljährliches Forum für die Nebenerwerbslandwirte.
40 von ihnen hatten am Sonnabend den Weg zum Landmaschinenhandel Wallentin & Partner in Wesenberg gefunden. Neben einem Vortragsprogramm gab es die Möglichkeit, sich die breite Palette von Agrarmaschinen und Kommunaltechnik des seit 22 Jahren bestehenden Unternehmens vorführen zu lassen. Tietböhl stellte heraus, dass die Landwirte im Nebenerwerb „viel im ländlichen Raum tun und auch Flächen bewirtschaften, die andere brach liegen lassen würden“. Während die haupterwerbstätigen Landwirte im Bundesland im Durchschnitt
280 Hektar Acker bestellen, bringen es die Nebenerwerbler auf durchschnittlich immerhin 44 Hektar. Auch als Tierhalter und Direktvermarkter sei diese Zielgruppe ernst zu nehmen.
Der Präsident zeigte sich erfeut über die Beteiligung an der Veranstaltung trotz besten Wetters für die Bauern. „Wir wollten schon immer einmal in diese Gegend“, begründete Tietböhl die Ortswahl, und Wallentin & Partner, selbst Mitglied im Bauernverband, seien gute Gastgeber gewesen. „Hier konnte man auch mal was zeigen“, zeigte sich der Funktionär beeindruckt von der Angebotsvielfalt.
Auch Jürgen Odebrecht, Geschäftsführer der Wesenberger Firma, bezeichnete die Nebenerwerbslandwirte „als einen potenziellen Kundenkreis, den man nicht übersehen darf“. Sein Unternehmen habe sich gleichermaßen auf große Agrarbetriebe wie auf Kleinerzeuger ausgerichtet. Seit vergangenem Jahr handele Wallentin & Partner auch im Internet. Besonders stolz sei er, dass die Hälfte seiner 31-köpfigen Belegschaft in der Firma ausgebildet worden ist.
Was die wirtschaftliche Lage angehe, so seien gute Umsätze zu verzeichnen, auch wenn die Gewinnspanne gering sei. Wallentin & Partner sei bemüht, bei allen Konzentrationsprozessen in der Branche „nicht zu Boden zu gehen“. Für 2014 kündigte Odebrecht eine neue Werkstatt für Großmaschinen mit einer Nutzfläche von 500 Quadratmetern an.

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