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Klingende Kästen aus dem 19. Jahrhundert bezaubern Gäste

Klaus Düe dreht fleißig die Kurbel einer Tischdrehorgel von 1876, so dass Lieder wie das „Bienenhaus“ erklingen.  FOTO: Privat
Klaus Düe dreht fleißig die Kurbel einer Tischdrehorgel von 1876, so dass Lieder wie das „Bienenhaus“ erklingen. FOTO: Privat

VonGudrun und Rainer Zwein

In der Wesenberger „Villa Pusteblume“ waren bei einer Veranstaltung Töne aus den 1920er Jahren von einer Schellackplatte sowie von einer Tischdrehorgel von 1876 zu hören.

Wesenberg.Zu einem musikalischen Abend der besonderen Art haben sich am Freitagabend rund 20 Gäste in der Wesenberger „Villa Pusteblume“ eingefunden. Erwartungsvoll betrachtete das Publikum die Kästen, aus denen Musik erklingen sollte. Hannelore Westfalen und Klaus Düe, die Hausherren und Gastgeber, begrüßten die Gäste herzlich und stimmten sie auf den Abend ein. Klaus Düe zeigte die alten Instrumente, wie zum Beispiel eine Tischdrehorgel von 1876. Von Glasurpappscheiben erklangen Lieder wie das „Bienenhaus“ - allerdings nur, wenn Klaus Düe immer fleißig die Kurbel drehte.
Zum Mitsingen wurde das Publikum animiert, als aus dem Schrankgrammophon aus den 1920er Jahren der englische Titel „Whispering Winds“ von Patti Page zu hören war. Dieses Lied erklang von einer original Schellackplatte aus Chicago in den USA. Neugierig wurden alle Zuhörer, als die Kalliope-Polyphon-Blechscheiben gespielt wurden. Der Klang von dieser aus dem Jahre 1880 stammenden Kalliope war wunderschön und klar.
Der Höhepunkt des Abends war das Konzert Nr. 3 Opus 37 von Ludwig van Beethoven, gespielt auf dem Pianola. Das ist ein selbstspielendes Klavier aus dem Jahre 1930, das von Klaus Düe per Fußpedal betrieben wurde. Unter den Zuhörern wurde es ganz still, als von einer alten Platte aus einem Musikschrank der 1960er Jahre die Stimme von Marlene Dietrich erklang. Sie sang klassische Lieder wie „Sag mir, wo die Blumen sind…“ und „Die Antwort weiß ganz allein der Wind…“.
Auch die Funktion des Harmoniums aus dem frühen 20.Jahrhundert wurde noch erklärt, bevor darauf ein Seemannslied erklang. Mit Schmalzstullen und einem Glas Wein klang der gelungene musikalische Abend aus. Dank der GastgeberHannelore Westfalen und Klaus Düenahm das Publikum wunderschöne Eindrücke mit nach Hause.

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