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Kunstschule bekommt Konkurrenz

Im Neubrandenburger „ARTelier“ haben sich schon viele Kinder künstlerisch betätigt. Doch um die Angebote aufrechtzuerhalten, ist das Haus auf Förderung angewiesen. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns/NK-Archiv
Im Neubrandenburger „ARTelier“ haben sich schon viele Kinder künstlerisch betätigt. Doch um die Angebote aufrechtzuerhalten, ist das Haus auf Förderung angewiesen. [KT_CREDIT] FOTO: A. Brauns/NK-Archiv

NeubrANDENBURG.Zuwachs auf der einen Seite bewirkt Knappheit auf einer anderen – diesen durchaus nicht erwünschten Effekt hat das Wirken der Jugendkunstschulen in der Mecklenburgischen Seenplatte. So liegen in diesem Jahr drei Anträge auf Förderung aus dem Kreishaushalt vor, während im Vorjahr „das ARTelier“ aus Neubrandenburg der einzige Antragsteller war, verdeutlichte die stellvertretende Amtsleiterin des kreislichen Jugendamtes, Marion Schild, auf eine Anfrage aus dem Jugendhilfeausschuss des Kreistags hin. Der Etatposten Jugendkunstschule sei jedoch auf dieselbe Höhe wie 2012, nämlich auf 153000 Euro, veranschlagt.
Die Jugendkunstschule in Waren, die 12000 Euro beantragte, sei erst im vorigen Jahr gegründet worden. Die schon seit längerem bestehende Neustrelitzer Kinder- und Jugendkunstschule habe erstmals Kreismittel beantragt, nämlich 2500 Euro. Somit entfiele auf die Neubrandenburger Einrichtung immer noch der bei weitem größte Anteil, aber eben eine geringere Summe als bisher.
Dass in der Folge auch das Land und die Stadt ihre Fördersummen mindern werden, gab ARTelier-Leiter Bernd Fuhrmann zu bedenken. Ausschussmitglied Markus Vohs verwies darauf, dass die Neubrandenburger Kunstschule im Zuge der Gebietsreform als eines der erhaltenswerten, „wenn schon nicht unantastbaren“ Großkreisprojekte eingestuft worden war.
Dieser Status sei für den Haushalt 2012 berücksichtigt worden, nunmehr aber werde eine „Harmonisierung“ mit anderen Einrichtungen im Kreisgebiet angestrebt. Um Synergien zu prüfen, sollten die Kunstschulen miteinander ins Gespräch kommen, so der Ausschussvorsitzende Peter Ritter (Die Linke).sz

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