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Literarische Ehrung wird naturkundlich

Als neuen inhaltlichen Akzent sieht die Annalise-Wagner-Stiftung die Entscheidung für ihre diesjährigenLiteraturpreisträger: Mit der Ehrung für das Buch „Serrahn – Welterbe im Müritz-Nationalpark“ werde an das Eintreten der Stifterin für die Verbreitung naturkundlichen Wissens erinnert, stellen die Juroren fest. Aus der Rekordzahl von 72 Bewerbungen und Vorschlägen setzten sich Peter Wernicke, Leiter des Naturparks Feldberger Seenlandschaft, und Hans-Jürgen Spieß, langjähriger Leiter der Biologischen Station Serrahn, mit ihrem gerade erschienenen Buch über die zum Unesco-Weltnaturerbe gekürten Buchenwälder durch. „Sowohl inhaltlich als auch sprachästhetisch ist die Publikation ein hervorragendes Beispiel für populärwissenschaftliche Wissensvermittlung“, so die Juroren.

Im 22. Jahr des Preises, der aus dem Nachlass der Neustrelitzer Heimatforscherin und Publizistin Annalise Wagner (1903–1986) gestiftet wurde, gibt es zum siebten Mal auch eine Jugendpreisträgerin: Die 18-jährige Neubrandenburger Schülerin Charlott Resske, überdies eine engagierte Autorin in der Jugendredaktion derNeubrandenburger Zeitung, versammelt in ihrem Manuskript „Kinder des Lebens“ Porträts von zwölf Jugendlichen. Migration im weitesten Sinne ist dabei ihr Thema: Jugendliche aus Einwanderer- und Asylbewerberfamilien kommen ebenso zu Wort wie Austauschschüler oder ein „Zirkuskind“. Einfühlsam und respektvoll erzählend, spüre ResskeMosaiksteine von Kindheits- und Zeitgeschichte auf und fasse sie in eine literarische Form, die zum Nachdenken anregt, lobt die Jury.

Vergeben wird der Preis in diesem Jahr in der Heimatstadt der Stifterin: Das Landeszentrum für erneuerbare Energien (Leea) ist am 22. Juni, kurz nach dem 110. Geburtstag der Neustrelitzer Ehrenbürgerin, Schauplatz der Festveranstaltung.

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