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Mehr Premieren stärken das Theater in Neubrandenburg

Farbenprächtig und beschwingt: Die Operette „Madame Pompadour“ war bereits in dieser Spielzeit ein riesiger Erfolg und wird deshalb auch mit in die neue Saison genommen.
Farbenprächtig und beschwingt: Die Operette „Madame Pompadour“ war bereits in dieser Spielzeit ein riesiger Erfolg und wird deshalb auch mit in die neue Saison genommen.

„Wir arbeiten auf hohem Niveau weiter“, versichert Geschäftsführer Wilhelm Denne, als die Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg/Neustrelitz ihren neuen Spielplan vorstellt. „Und wir sind davon überzeugt, dass wir auch die neue Spielzeit finanziell stemmen können.“ Anders als beispielsweise das Rostocker Ensemble, das nur eine halbe Saison planen konnte.

Besonders das Musiktheater geht mit Kassenschlagern wie „Madame Pompadour“, „Evita“ oder „Die Zauberflöte“ einem erfolgreichen Spielplan-Ende entgegen. Und natürlich soll in der neuen Saison daran angeknüpft werden. Ebenso, wie an die immer bessere Verzahnung von Tanzakademie, Musiktheater und Philharmonie.

Die neue Spielzeit wird auf drei Bühnen eröffnet

„Wir gehen mit acht neuen Produktionen an den Start, das hat es lange nicht gegeben“, sagt Operndirektor Wolfgang Lachnitt. „Hinzu kommen drei Wiederaufnahme.“ So wird die neue Saison gleich auf drei Bühnen eröffnet: „Die Frau von Monte-Carlo“ feiert am 12. Oktober im Schauspielhaus Neubrandenburg Premiere, „Die verkaufte Braut“ am 19. Oktober im Landestheater Neustrelitz und „Die Sternstunde des Josef Bieder“ am 9. November auf der Probenbühne in Neustrelitz.

Die Philharmonie Neubrandenburg wird in der neuen Saisonan den erfolgreichen Konzertreihen der Vorjahre festhalten, meint Anke Völker-Zabka, die Konzertdramaturgin des Orchesters. So werden unter anderem die Neubrandenburger Konzertnächte unter der Leitung von Stefan Malzew ihren Zyklus zum Thema „Erde – Die Elemente“ abschließen. Am 26.Oktober dreht sich musikalisch alles um das Element Luft. Teil vier, „Mutter Erde“, findet in Kooperation mit der jungen norddeutschen Philharmonie und Richard Strauss‘ „Alpensinfonie“ am 3. März 2014 statt.

Auch in dieser Spielsaison stehen wieder zehn Philharmonische Konzerte auf dem Programm. Die erste Aufführung mit Werken von Elgar, Sibelius und Grieg findet am 12. September in der Konzertkirche Neubrandenburg statt. Ein weiteres Highlight ist laut Völker-Zabka das 8. Philharmonische Konzert im April, das vom chinesischen Star-Dirigenten Yang Yang geleitet wird.

Philharmoniker reisen für ein Konzert nach Mallorca

Auch Gastspiele stehen für die Philharmoniker wieder auf dem Programm. Neben Konzerten in Brüssel und Berlin werden die Musiker im November zum „Festival Música Mallorca“ reisen. Anlässlich des Neubrandenburger Vier-Tore-Festes will die Philharmonie am 30. August beliebte Melodien aus Film und Fernsehen zum Besten geben.

Das Schauspiel komplettiert die Vielfalt. Schauspieldirektor Wolfgang Bordel und sein zehnköpfiges Ensemble halten neue Produktionen bereit, „damit ein buntes Bild entsteht, was Theater ausmacht – auch in schwierigen Zeiten“, so Bordel. Der Standort Neubrandenburg soll dabei durch mehr Premieren gezielt gestärkt werden. Auch die Zusammenarbeit mit der Theaterakademie Vorpommern soll vertieft werden.

Die Theater-Spielzeit beginnt mit einer Doppelpremiere. Am 13. September feiert die Komödie „Offene Beziehung“ in Neustrelitz Premiere, nur einen Tag später dreht sich in Neubrandenburg in Henrik Ibsens Schauspiel „Nora“ alles um ein Frauenschicksal. „Ein immer noch sehr aktuelles Thema“, betont Bordel.

Neugierig macht der Schauspieldirektor auf den Shakespeare-Klassiker „Romeo und Julia“. Er will die Tragödie in einem neuen Licht präsentieren – inklusive einem anderen Ende. Welches? Eine Auflösung gibt‘s bei der Premiere am 15.Februar 2014 in Neustrelitz.

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