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Minister bringt Geld

Da reibt sich der Bürgermeister die Hände: Till Backhaus (links) überreicht Ernst-Jürgen Lode einen Förderbescheid. [KT_CREDIT] FOTO: S. Böhm
Da reibt sich der Bürgermeister die Hände: Till Backhaus (links) überreicht Ernst-Jürgen Lode einen Förderbescheid. [KT_CREDIT] FOTO: S. Böhm

VonSusanne Böhm

Einen Förderbescheid
über 400000 Euro
hat Till Backhaus jetzt
in Woldegk übergeben.
Mit der Summe wird ein Teil
des Gesundheitshauses finanziert.

Woldegk.Einen Fördermittelbescheid über 400000 Euro für das Gesundheitshaus hatte Landwirtschaftsminister Till Backhaus (SPD) in der Aktentasche, als er jetzt in Woldegk zu Besuch war. Er übergab das Dokument Woldegks Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode (SPD). Der Landes- und der Kommunalpolitiker nutzten ihr Treffen auch für Gespräche über Erreichtes und zu lösende Probleme.
Das Geld fürs Gesundheitshaus ist beisammen, „das ist gelungen“, sagte Till Backhaus. „Jetzt muss das auch zum Erfolg führen.“ Die Landesregierung sei dafür verantwortlich, die Gesundheitsvorsorge auf dem Land zu sichern. Wenn das Modellprojekt Gesundheitshaus in Woldegk funktioniert, könne es anderen Kleinstädten als Vorbild dienen. Das Beispiel Woldegk zeige, dass ein Amt, ein Bürgermeister, eine Stadtvertretung und ein Landkreis große Ziele erreichen können, wenn sie zusammen mit den Landesministerien darauf hinarbeiten.
Ernst-Jürgen Lode teilte mit, dass es für zwölf der vierzehn geplanten barrierefreien Wohnungen bereits Mietinteressenten gibt. Nun sei er zuversichtlich, dass es mit dem Ärztehaus Neubrandenburg und der Kassenärztlichen Vereinigung auch gelingt, alle Arztpraxen in dem Objekt zu besetzen. Geplant sind zwei Praxen für Hausärzte und ein Bereich, in dem regelmäßig wechselnde Fachärzte Sprechstunden und Behandlung anbieten. Gerade Orthopäden, Gynäkologen und Urologen würden bei der älter werdenden Bevölkerung in der Region Woldegk dringend gebraucht. Entsprechende Gespräche laufen.
Das Gesundheitshaus kostet nach derzeitigem Planungsstand rund drei Millionen Euro. Finanziert wird das Projekt aus mehreren Töpfen. Zu den 400000 Euro vom Landwirtschaftsministerium gibt es 600000 Euro aus einem Förderprogramm des Innenministeriums und 250000 Euro aus der Städtebauförderung des Landes. Die Stadt Woldegk bringt 200000 Euro Eigenmitteln auf und 600000 Euro aus Mitteln der Wohnungsverwaltungsgesellschaft Woldegk, einer hundertprozentigen Tochter der Stadt. Zusätzlich nimmt die Wohnungsgesellschaft einen Kredit über 950000 Euro auf, welcher ebenfalls in das Gesundheitshaus fließt.
Die feierliche Grundsteinlegung für das Ärztehaus in der Krummen Straße in Woldegk ist am Freitag, dem 24.Mai, um 10 Uhr. Interessierte sind willkommen.

Kontakt zur Autorin
s.boehm@nordkurier.de

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