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Mirower Zebrastreifen erhält noch Extras

Was schon jetzt auffällt ist das lang gezogene Dreieck vor und hinter den Fußgängerüberwegen in Mirow. Zusätzlich sind noch blau-weiße Pfosten am Straßenrand geplant, um in besonderer Weise auf die Querung aufmerksam zu machen.  FOTO: Tobias Lemke
Was schon jetzt auffällt ist das lang gezogene Dreieck vor und hinter den Fußgängerüberwegen in Mirow. Zusätzlich sind noch blau-weiße Pfosten am Straßenrand geplant, um in besonderer Weise auf die Querung aufmerksam zu machen. FOTO: Tobias Lemke

VonTobias Lemke

Die Fußgängerüberwege auf der B198 sehen schon jetzt ungewöhnlicher aus als anderenorts im Land. Dabei werden die Querungen demnächst noch auffälliger gestaltet, was einen guten Grund hat.

Mirow.Lang gezogene Dreiecke auf der Fahrbahn markieren seit kurzem die Fußgängerüberwege in der Strelitzer Straße und der Schloßstraße in Mirow. In den kommenden Tagen sollen außerdem noch Pfosten am Straßenrand mit blau-weiß reflektierenden Streifen versehen werden.
Solch einen Fußgängerüberweg dürften Autofahrer bisher noch nirgends im Land gesehen haben. Und genau darauf setzt die Verkehrsbehörde. „Wenn Autofahrer etwas nicht kennen, verhalten sie sich automatisch vorsichtiger“, sagt Peter Handsche vom Straßenverkehrsamt der Mecklenburgischen Seenplatte.
In Mirow hatten Eltern und die Schule darauf aufmerksam gemacht, dass die Bundesstraße von vielen Jungen und Mädchen überquert werden müsse. Denn das Schulhaus befindet sich auf der einen Seite, Hort und Kantine des Familienzentrums auf der anderen Seite der Ortsdurchfahrt.Großes Problem dabei ist, dass viele Autofahrer trotz Zebrastreifen die wartenden Steppkes am Straßenrand schlichtweg übersehen und nicht anhalten.Im Zuge der Fahrbahnsanierung hatten Verwaltung, Kommune und Mirower Eltern daher das Gespräch miteinander gesucht, um Änderungsmöglichkeiten zu erörtern.
„Wir haben uns dazu entschieden, etwas auszuprobieren, was bereits in Nordrhein-Westfalen umgesetzt wird“, berichtet Handsche. An prägnanten Stellen werde in dem Bundesland mit zusätzlichen optischen Signalen auf die Fußgängerquerungen hingewiesen. „Wir hoffen, dass das auch in Mirow klappt und so die Schüler besser wahrgenommen werden“, sagt Handsche. Die Dreiecke auf der Straße würden beispielsweise optisch die Fahrbahn verengen und so zum vorsichtigen Heranfahren animieren. Eine Fußgängerampel sei nicht erwünscht gewesen, da dann die Gefahr bestünde, dass unvernünftige Schüler auch bei Rot über die Straßen laufen.
Mit der jetzt angestrebten Lösung kann Mirows Schulleiterin Gabriele Rühe gut leben. „Die Markierungen sind ja noch nicht ganz fertig“, weist sie auf die fehlenden Farbstreifen am Straßenrand hin.Schon jetzt seien die Zebrastreifen aber besser zu sehen. „Wir werden schauen wie’s am Ende läuft“, so die Grundschullehrerin.

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t.lemke@nordkurier.de

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