Mo. 11. Juni 2012
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„Jugend tanzt und musiziert für Europa“ von Marlies Steffen

Mit Städtepartnern neue Türen aufgemacht

Junge Leute aus Europa haben im Neustrelitzer Schlossgarten für Begeisterung gesorgt.

Zum großen Finale sagten alle Beteiligten von der Bühne aus Adieu. Der Abend endete mit einem Feuerwerk.
Zum großen Finale sagten alle Beteiligten von der Bühne aus Adieu. Der Abend endete mit einem Feuerwerk.
Foto: Marlies Steffen
Neustrelitz (mn)  

Fulminant, grandios, überzeugend, professionell, berührend – die Beschreibungen für das, was am Sonnabend Abend im Neustrelitzer Schlossgarten passierte, ließe sich fortsetzen. Junge Leute aus Deutschland, Polen und Russland boten bei „Jugend tanzt und musiziert für Europa“ einen wunderbaren Abend, den sich viele Neustrelitzer zum Glück nicht entgehen ließen.

Bei dem Finale zur Woche der Neustrelitzer Städtepartnerschaft waren viele Facetten vertreten: Den überwiegenden Tanzpart gestalteten die Ensembles des Tanzhauses aus Neustrelitz, Rebelia und Aida aus Szczecinek und Moskito aus dem russischen Tschaikowski. Für Kurzweil sorgte die Pantomime-Gruppe aus Schwäbisch Hall.
Zudem waren Begleiter des Zeitreise-Projekts auf der Bühne. Die Zeitreise als interkulturelles Projekt begeht bekanntlich in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen. Anlass für den Neustrelitzer Projektvater Andreas Schrader, auch Sänger Tino Eisbrenner, den Gitarristen André Drechsler, Alexander Kraut am Piano und die Trommler von Togobia einzuladen. Für noch mehr Glanz sorgte die Deutsche Tanzkompanie.


Neustrelitzer Delegation reist im Herbst nach Tschaikowski

Mit dem Europa-Abend hat Neustrelitz neue Türen in Sachen Städtepartnerschaft aufgestoßen. Doch es waren nicht die einzigen neuen Türen, die sich öffneten. Zeitgleich mit den jungen Leuten war bekanntlich auch eine Delegation aus dem russischen Tschaikowski in Neustrelitz. Dessen Oberbürgermeister Igor Andriiw kann für seine Pläne, im Museum seiner Stadt über den Bau der Erdgastrasse „Druschba“ zu berichten, auf Unterstützung aus Neustrelitz hoffen. Zumindest ein Trassenbauer aus der Partnerstadt besitzt noch jede Menge Fotos und Textmaterial über die Zeit, als die DDR Arbeitskräfte in die Sowjetunion schickte, um die Erdgaspipeline mit zu bauen.

Das stellte sich just während des Besuchs der Städtepartner heraus. Die Erbauer haben damals sogar teilweise in Tschaikowski gelebt. Igor Andriiv sagte dem Nordkurier, dass seine Delegation sehr gut in Neustrelitz aufgenommen wurde, für die Gastfreundschaft bedankte er sich. Gefreut habe ihn, dass er auch Vertreter anderer Partnerstädte von Neustrelitz kennenlernen durfte. Bekanntlich weilte auch eine Schwäbisch Haller Bürgegruppe in der Residenzstadt.

Was die Pläne angeht, stehen für das 2013 Jubiläen an: 20 Jahre Partnerschaft mit Szczecinek und Tschaikowski, 25 Jahre mit Schwäbisch Hall. Um diese Ereignisse werden sich die Kontakte ranken. Noch in diesem Herbst fährt eine Neustrelitzer Delegation nach Tschaikowski.

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