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Neuer Solarpark soll Mirowern zugutekommen

VonTobias Lemke

Am Weinberg soll auf fünf Hektar Sonnenenergie eingefangen und Strom produziert werden. Die Pacht könnte in einen Bürgerfonds einfließen.

Mirow.Die Solarfaktor GmbH aus Waren plant im Mirower Gewerbegebiet „Am Weinberg“ einen Solarpark zu errichten und zu betreiben. Für das Vorhaben gab es jetzt grünes Licht von der Stadtvertretung. Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) kann sich gut vorstellen, die Pachteinnahmen vom Solarpark in einen Bürgerfonds einzulegen. Baustart soll in wenigen Wochen sein.
„Wenn alles klappt, werden wir Ende Juni die Solarpaneele aufstellen“, berichtet Malte Achner von der Solarfaktor GmbH. Mit einer Gesamtleistung von 1,8Megawatt, die von rund 7800 Modulen kommen, werde es sich aber um einen vergleichsweise kleinen Solarpark handeln. Um Anschluss an den Einspeisepunkt ins Stromnetz zu erhalten, müssen noch 1,7 Kilometer Kabeltrasse verlegt werden. Größere Solarparkprojekte mussten in Mirow in der Vergangenheit wegen zu weit entfernter Einspeisepunkte verworfen werden. Höchstens ein Kilometer Trasse pro Megawatt – das sei die Formel, um am Ende wirtschaftlich zu bleiben, erklärt Achner. Beim aktuellen Vorhaben gehe die Rechnung auf, da ein nahe gelegener Einspeisepunkt genutzt werden kann.
Auch wenn mit dem Rückgang der Solarstromförderung künftig weniger Geld für die Sonnenenergie in der Kasse klingelt, lohne sich das Mirower Projekt. „Sonst würden wir es nicht umsetzen“, so Achner. Er kritisierte aber die zuletzt „drastische und unplanmäßige Absenkung“ der Umlage. Das habe der Branche die Planungssicherheit genommen. Dennoch müssen auf lange Sicht Solarparks auch ohne Förderung gebaut werden können.
Die Stadt Mirow plant eine jährliche Pacht von 20000 Euro einzunehmen. Zwischen 20 und 30 Jahre soll das Sonnenkraftwerk auf circa 5 Hektar „Am Weinberg“ arbeiten. „Das Gewerbegebiet wurde seinerzeit wie überall im Land zu groß konzipiert und war nie ausgelastet“, erklärt Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP). Dass ein Teil der Flächen nun verpachtet werden, sei daher gut für die Stadt. Schmettau kann sich vorstellen, über einen Bürgerfonds den Mirowern ein Mitspracherecht zur Verwendung der Gelder einzuräumen.

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