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Neustrelitzer Jungs schauen eine Woche über den Polarkreis

Franz Wilfarth (links) und Hannes Binkowski haben sich auf der Internet-Seite des Space Camps schon registriert.[KT_CREDIT] FOTO: andré gross
Franz Wilfarth (links) und Hannes Binkowski haben sich auf der Internet-Seite des Space Camps schon registriert.[KT_CREDIT] FOTO: andré gross

VonAndré Gross

Das Carolinum hat es einmal mehr geschafft, zwei Schüler in den hohen Nor- den zu schicken. Vermutet wird ein Weltrekord.

Neustrelitz.Mit den Neustrelitzer Elftklässlern Hannes Binkowski und Franz Wilfarth schickt das Gymnasium Carolinum zum elften Mal hochbegabte Schüler in den hohen Norden. Die 17-Jährigen werden vom 23. Juni an eine Woche im Space Camp auf der norwegischen Insel Andoya jenseits des Polarkreises verbringen. Im vergangenen Jahr waren hier junge Leute aus zwanzig Ländern zusammengekommen, um auf der Basis für Atmosphärenforschung wissenschaftlich zu arbeiten und sich mit Grundlagen der Raketentechnik vertraut zu machen.
Schulleiter Henry Tesch liegen keine genauen Zahlen vor, er geht aber davon aus, dass die elfte Auflage für sein Carolinum Weltrekord bedeutet. „Ich glaube nicht, dass irgendeine Schule so oft und in dieser Regelmäßigkeit im Camp vertreten war“, sagte Tesch dem Nordkurier. „Da kann man sich nicht einfach einkaufen, da muss man bei den Norwegern schon positiv gelistet sein.“ Er würdigte zugleich den Kraftakt des Schulvereins im Zusammenwirken mit den Stadtwerken Neustrelitz und weiteren Förderern, die nicht unbeträchtlichen Reisekosten für die Gymnasiasten aufzubringen.
Neben hervorragenden schulischen Leistungen sind auch beim jüngsten Auswahlverfahren charakterliche Kriterien herangezogen worden. Schließlich wolle man sich im Space Camp nicht blamieren. „Wir haben uns die Auswahl nicht leicht gemacht. Das sind schon zwei tolle Jungs“, ist sich der Schulleiter sicher. Und alle Caroliner, die in den vergangenen Jahren aus Andoya zurückgekommen sind, seien auch heute noch in Studium und Beruf „top unterwegs“.
Hannes freut sich auf „die zu erwartende Wissensanreicherung, auf globale Verständigung und Zusammensein mit Leuten aus anderen Kulturkreisen“. Er schwankt bei seinen Zukunftsvorstellungen zwischen Kriminalistik und dem Finanzsektor. Franz ist „gespannt, wie die anderen so drauf sind“. Auch er will Kenntnisse austauschen und geht davon aus, dass das Niveau auf der Wissenschaftsinsel schon ein anderes ist als im Physikunterricht. Berufliche Vorstellungen habe er noch keine, aber er sei stark ökologisch interessiert.

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andregross@nordkurier.de

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