Februar 20, 2012
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Brauchtum von Redaktion

Nie gezeigte Stücke in der Gedenkstätte

Für das Ölgemälde mit dem Bildnis von Friedrich II. gab Hans-Joachim Engel zu DDR-Zeiten eine ganze Jahresendprämie her. Jetzt ist es in der Königin-Louise-Gedenkstätte zu sehen. [RS_CREDIT] FOTO: Hartmut Nieswandt
Für das Ölgemälde mit dem Bildnis von Friedrich II. gab Hans-Joachim Engel zu DDR-Zeiten eine ganze Jahresendprämie her. Jetzt ist es in der Königin-Louise-Gedenkstätte zu sehen. [RS_CREDIT] FOTO: Hartmut Nieswandt
Von unserem Redaktionsmitglied
Hartmut Nieswandt

Zur Saisoneröffnung in der Königin-Louise-Gedenkstätte
in Hohenzieritz stellt der Sammler Hans-Joachim Engel interessante Exponate für die Zuschauer aus.

Hohenzieritz. Ein ereignisreicher Tag steht zur 12. Saisoneröffnung der Königin-Louise-Gedenkstätte in Hohenzieritz bevor: Am Sonnabend, dem 10. März, lädt der Schlossverein Hohenzieritz um 10 Uhr zu diesem Höhepunkt in den Großen Saal des Hohenzieritzer Schlosses ein. Gleichzeitigerfolgt dort die Einstimmung auf das „Fridericus-Jahr 2012“, denn es wird deutschlandweit des 300. Geburtstags des Preußenkönigs Friedrich dem Großen gedacht, betont Hans-Joachim Engel, Leiter derGedenkstätte, und ergänzt: „Friedrich hatte viele Beziehungen zu Mecklenburg-Strelitz, namentlich zu Mirow. Das allein schon ist für uns ein wichtiger Grund, uns mit Friedrich zu befassen.“
Ein weiterer Anlass der Veranstaltung am 10. März in Hohenzieritz ist der Geburtstag von KöniginLuise am gleichen Tag. Verbunden ist die Feier mit einem Konzert mit Musik aus der Zeit König FriedrichII. auf der Querflöte und Musik des „Salon-Orchesters Königin Louise“ Neubrandenburg. Interessierte Besucher werden gebeten, sich unter 0173 6394945 anzumelden.
Außerdem entsteht im Foyer der Gedenkstätte eine Ausstellung mit außergewöhnlichen Büchern, die nur sehr selten zu sehen sind, erklärt Hans-Joachim Engel. Darunter befindet sich ein Buch über die Geschichte des Siebenjährigen Krieges, das im Jahr 1828 erschien und eine anspruchsvoll gestaltete Karte enthält. Weiterhin werden unter anderem die Kopie einesBriefes von Friedrich aus der Zeit, als er der Gefangene seines eigenen Vaters war, sowie eine Testamentsschrift Friedrich des Großen ausgestellt. „Es hat sich gelohnt, dass ich alles, was ich im Laufe der Jahrzehnte über Preußen sammelte, aufhob“, sagt Hans-Joachim Engel mit Blick auf dieses und weitere Ausstellungsstücke aus seinem Besitz, die im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung der Saison in Hohenzieritz gezeigt werden können. Er interessierte sich schon seit Anfang der 50er-Jahre, seinerzeit in Ribnitz-Damgarten, für Friedrich II. Stolz kann er auch ein Porträt des Königs zeigen. Dabei handelt es sich um die zeitgenössische Kopie eines zeitgenössischen Ölgemäldes. „Das habe ich mir zu DDR-Zeiten im Staatlichen Kunsthandel, wenn auch für eine Menge Geld, doch hochbeglückt gekauft, die ganze Jahresendprämie ging dafür drauf“, erinnert sich Hans-Joachim Engel glücklich, dass er sich damals dazu entschloss.
Das Bild erhielt er allerdings nicht als eins mit „Friedrich dem Großen“, sondern vom Händler ausdrücklich mit „Friedrich II.“ bezeichnet, erinnert sich Hans-Joachim Engel. So positiv war damals die Sicht auf den „Alten Fritz“ in der DDR noch nicht. Im Juli 1950ließen die Behörden das große Friedrich-Denkmal von der Straße Unter den Linden in Berlin entfernen. Erst in den späten 80er-Jahren ließ die Neubewertung der Geschichte in der DDR seine Rückkehr zu.
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