Nordkurier.de

Oberslawe gerührt vom Schülerdank

Fast echte Slawenschwerter aus Holz entstehen unter sach-  kundiger Anleitung der Mitarbeiter des Dorfes.
Fast echte Slawenschwerter aus Holz entstehen unter sach- kundiger Anleitung der Mitarbeiter des Dorfes.

VonAndré Gross

Rund 250 Kinder haben am Zierker See einen ereignis- reichen Geburtstags- vormittag erlebt.

Neustrelitz.Unter den vielen Gratulationen zum 15-jährigen Bestehen des Neustrelitzer Slawendorfes hat Ingo Pockrandt eine besonders gerührt. Schüler der Sandbergschule, deren Klassen seit Jahren regelmäßig auf dem Areal am Zierker See zu finden sind, haben eine Mappe mit Zeichnungen und Glückwünschen überreicht.
„Das war schon etwas ganz Besonderes“, sagte das Dorfoberhaupt dem Nordkurier. Nicht weniger habe ihn gefreut, dass Männer der ersten Stunde den Weg zu ihrer einstigen Wirkungsstätte gefunden haben. Stellvertretend seien Bruno Salius und Edwin Görlitz genannt, die die Freizeitstätte noch als Brachland kannten und sich unter anderem lebhaft daran erinnern konnten, wie spannend beispielsweise die Errichtung des Aussichtsturms war.
Zu den frühen Gästen des Geburtstages gehörte auch Stadtpräsident Andreas Butzki (SPD), der mit besten Grüßen an die Neustrelitzer Volksvertreter eine Chronik des Slawendorfes entgegennehmen konnte. Passend zum Jubiläum tagten am Nachmittag die Gesellschafter der Ipse mit der Geschäftsführung, um über die Zukunft des Beschäftigungsträgers und seines Slawendorfes zu sprechen. Die neue Ipse-Chefin Irene Neuperth will sich jedenfalls für den Erhalt der Erlebniswelt stark machen. „Ich finde es echt schön hier, das Slawendorf ist doch ein Pfund, mit dem man wuchern kann“, sagte die Geschäftsführerin vor der Zusammenkunft.
Höhepunkt des ereignisreichen Vormittags für rund 250 Kinder war das Gastspiel des Landestheaters mit dem Familienmusical „Mein Freund Wickie“. „Das sollte nicht der letzte Auftritt gewesen sein“, wünscht sich Ingo Pockrandt. Eine Überraschung zum Festtag hatte auch der Neustrelitzer Hafenbahnverein parat. Er fuhr mit einem vielen Gästen noch unbekannten offenen Waggon vor, der darüber hinaus dem Anlass angemessen geschmückt worden war. Das Gefährt passte so richtig zu dem warmen und sonnigen Tag und transportierte seine Passagiere zurück in die Stadt. Unüberhörbar die mit Technik angerückte Bundespolizei, die zur Gaudi der Jungen und Mädchen immer mal wieder das Martinshorn erklingen ließ. Aber auch das Platznehmen auf dem Polizeimotorrad stand hoch im Kurs. Die Verkehrswacht hatte einen Fahrrad-Parcours gesteckt und punktete zusätzlich mit Go-Karts.
Auf die Mitarbeiter des Slawendorfes warten anstrengende Wochen. Bislang liegen ihnen 108 Gruppenanmeldungen vor, darunter aus dem Berliner Raum und zunehmend aus der Neubrandenburger Ecke. Das sind rund ein Drittel mehr als zur gleichen Zeit des Vorjahres. Irene Neuperth befand, dass das doch eigentlich ein gutes Zeichen ist.

Kontakt zum Autor
andregross@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×