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Oldtimer reisen auf der Seenplatte

Vor einigen Jahren waren die Schwimmwagen schon bei Mirow und in der südlichen Müritzregion unterwegs. Dieses Jahr treffen sich die Fans der Amphibienfahrzeuge in Wesenberg und Umgebung. Dabei können Zuschauer auch sehen, wie die speziellen Autos zu Wasser gelassen werden.  FOTO: Archiv Peter Löhr
Vor einigen Jahren waren die Schwimmwagen schon bei Mirow und in der südlichen Müritzregion unterwegs. Dieses Jahr treffen sich die Fans der Amphibienfahrzeuge in Wesenberg und Umgebung. Dabei können Zuschauer auch sehen, wie die speziellen Autos zu Wasser gelassen werden. FOTO: Archiv Peter Löhr

VonTobias Lemke

Historische Fahrzeuge,
die zu Pfingsten die Region besuchen, werden nicht
nur auf den Straßen zu bestaunen sein. Sie schwimmen auch auf den Kanälen und Gewässern.

Wesenberg/Strasen.Die Liebhaber dieser historischen Autos sitzen nicht gerne auf dem Trockenen. Denn mit ihren Amphibiengefährten zieht es die Mitglieder von der Deutschen Interessengemeinschaft Schwimm- und Geländefahrzeuge (DISG) natürlich ins Wasser. Da liegt es nahe, dass sich der Verein für sein diesjähriges internationales Treffen die Mecklenburgische Seenplatte ausgesucht hat. Am Pfingstwochenende können Neugierige die Fahrer in ihren „schwimmenden Kisten“ auf den Gewässern rund um Wesenberg beobachten. Sein Quartier wird der Verein im Büffelhof Strasen aufschlagen.
„Richtig interessant wird es, wenn die Fahrzeuge ins Wasser gleiten. Dieser Moment ist auch für Zuschauer immer am spektakulärsten“, sagt Vereinsvorsitzender Peter Löhr aus Ottobrunn bei München. Am Pfingstsonntag, dem 19. Mai, können Interessierte die Amphibienfahrzeuge so zum Beispiel ab 9.30 Uhr an der Wesenberger Burg bestaunen. Die einzelnen Typen werden bei einer Präsentation vorgestellt. Anschließend werden die Schwimmwagen auf dem Fischereihof in Wesenberg zu Wasser gelassen.

Windgeschützte
Wasserstrecken gesucht
Die Pfingsttreffen der DISG finden stets an wechselnden Orten statt. So waren die Vereinsmitglieder im Vorjahr an der Mainschleife bei Würzburg zu Gast. „Da unser Hauptaugenmerk neben historischen Motorrädern und Geländefahrzeugen auf den Schwimmwagen liegt, schauen wir immer, wo es geeignete Wasserflächen gibt“, erklärt Löhr. Bei der Suche nach einem geeigneten Treffpunkt reiche da oftmals schon ein Blick in den Online-Kartendienst von Google Earth. So sei man dieses Mal auf die Kleinseenplatte bei Wesenberg gekommen.
Ein Vereinsmitglied aus Neubrandenburg habe dann noch alles vor Ort gecheckt und das diesjährige Ausflugsziel für gut befunden. „Wir schauen auch immer, wie windanfällig die Wasserstrecken sind“, sagt Löhr. Denn in den 1990er-Jahren seien die Schwimmwagen-Fans schon einmal in der Region, und zwar auf der Müritz, unterwegs gewesen. Diese habe sich aufgrund wechselnder Windbedingungen aber als nicht so optimal für die besonderen Wassergefährte erwiesen.
Rund 100 Teilnehmer mit mehr als 20 Fahrzeugen haben sich bis jetzt angekündigt. Die Liebhaber der alten Schwimmfahrzeuge kommen für das Treffen sogar aus dem Ausland angereist. So seien Norweger, Schweden, Dänen, Polen, Slowaken, Tschechen und Schweizer dabei. Beim Pfingsttreffen seien vier ausgiebige Wasserfahrten geplant. Zuschauer werden die schwimmenden Wagen etwa auf dem Pälitzsee, dem Labussee, der Woblitz oder auf der Havel in Richtung Ahrensberg und Priepert sehen können.

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t.lemke@nordkurier.de

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