Forstwirtschaftsmeister Mirko Fischer ist der neue Herr über die Technik im Poggendorfer Forstamt. Damit folgt er auf Karl-Heinz Virgiels, der in den Ruhestand verabschiedet wurde. [RS_CREDIT] FOTO: Jana Otto
Von unserem Redaktionsmitglied Jana Otto
Die Forst-Technik hat es Mirko Fischer angetan. Mit Leib und Seele fuhr er zwei Jahre lang den Harvester des Poggendorfer Forstamtes - bis sich für ihn neue Perspektiven eröffneten.
Poggendorf/Demmin.Zwei Jahre lang war Mirko Fischer als Stammfahrer auf dem beeindruckenden Harvester in den Wäldern unterwegs. Und damit war er 2007 gleich einer der ersten, die die neue Großtechnik nach der Anschaffung im Poggendorfer Forstamt bedienen konnten. Noch heute faszinieren ihn diese großen Maschinen, die gleich mehrere Arbeitsschritte ausführen können. Doch seinen Job als Fahrer musste Mirko Fischer an den Nagel hängen, als er das Angebot bekam, seinen Forstwirtschaftsmeister zu absolvieren. Der Technik jedoch ist er treu geblieben, doch heute führt er sie nicht mehr, dafür sorgt er aber dafür, dass die Maschinen ausgelastet sind, koordiniert deren Einsätze und organisiert die Wartung. Mirko Fischer ist nun der Verwalter von vier großen Maschinen im Forstamt Poggendorf, damit folgt er auf Karl-Heinz Virgiels, der diese Aufgabe über viele Jahre innehatte. Dabei ist die Forst gar nicht die erste Wahl gewesen, als es für Mirko Fischer darum ging, einen Beruf zu ergreifen. „Ich wollte Tierarzt werden, wie mein Vater“, erinnert sich der 45-Jährige. Doch bevor er zum Studium gehen wollte, trat er eine Lehrstelle als Zootechniker mit Abitur in Jürgenstorf an. Hier lernte er seine heutige Frau kennen und entschied sich trotz Zusage gegen das Studium und blieb der Liebe wegen hier. „Ich war immer schon sehr naturverbunden und so fing ich dann 1987 bei der Forst in Dargun an“, sagt Mirko Fischer. Seinen Job hat er von der Pike auf gelernt: „Vom Holzeinschlag bis zur Kulturpflege.“ Über eine Erwachsenenqualifizierung wurde er noch zu DDR-Zeiten zum Forstwirt - was ihm allerdings nach der Wende nicht anerkannt wurde. Und so hieß es für den jungen Mann nochmal die Schulbank zu drücken, um schließlich 1995 den bundesweit gültigen Forstwirt zu erlangen. „Ich habe seit der Wende immer probiert, in der Forst weiterzukommen“, sagt Mirko Fischer rückblickend. Deshalb ergriff er auch die Gelegenheit beim Schopfe, als er 2009 die Möglichkeit hatte, die Meisterschule zu besuchen. Schon zu diesem Zeitpunkt stand fest, dass er einmal die Nachfolge von Karl-Heinz Virgiels antreten wird. In den vergangenen Wochen nun hat Mirko Fischer sich in das neue Aufgabengebiet eingearbeitet und freut sich auf die Herausforderung. Auch sein Vorgesetzter, Forstamtsleiter Thomas Gottlob, ist froh darüber, in Mirko Fischer einen „würdigen und leistungsfähigen“ Nachfolger gefunden zu haben, wie er bei der Verabschiedung von Karl-Heinz Virgiels betonte. „Das lässt mich zuversichtlich in die Zukunft schauen“, sagte Thomas Gottlob.