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Personalbedarf bei Kinderkrippen nur schrittweise lösbar

Rund 6300 Kinder werden in den kommunalen Krippen der Seenplatte betreut.  FOTO: dpa
Rund 6300 Kinder werden in den kommunalen Krippen der Seenplatte betreut. FOTO: dpa

VonSusanne Schulz

Erste Empfehlungen des Unterausschusses Kita- Förderung will der kreisliche Jugendhilfeausschuss
in alle Fraktionen tragen.

Seenplatte.In allen Kreistagsfraktionen vorgestellt werden sollten die ersten Empfehlungen des zu Jahresbeginn gegründeten Unterausschusses Kita-Förderung. Auf diesen Vorschlag verständigte sich der Jugendhilfeausschuss nach der Präsentation des Zwischenberichts durch Christoph de Boor, Geschäftsführer des Diakoniewerks Stargard und Leiter des Unterausschusses.
Gesprächsbedarf dürfte daraus resultieren, dass der untersuchte Personalbedarf Mehrkosten für kommunale Träger und in der Folge steigende Elternbeiträge bedeutet. So rät der Unterausschuss zu einem Betreuungsschlüssel in Kinderkrippen von 1,35 Vollzeitstellen pro Gruppe statt bisher 1,1, bei Kindergärten zu 1,6 statt bislang 1,5. „Vor allem in den Krippen gibt es einen gravierenden Fehlbedarf an Arbeitszeit“, stellte de Boor fest. Das sei aber angesichts der Personalkosten nicht von heute auf morgen zu lösen, sondern nur schrittweise in Angriff zu nehmen.
Das Land regle die Gruppengröße, aber nicht den Stellenschlüssel der Kindereinrichtungen, verdeutlichte de Boor und verwies auf Spitzenreiter Nordwestmecklenburg, wo rechnerisch 1,46 Erzieher für eine Krippengruppe von sechs Kindern vorgesehen sind. Der Vorschlag von 1,35 sei somit schon ein Zugeständnis an die Finanzierbarkeit. Das Jugendamt hatte bereits zu bedenken gegeben, dass dieser Schlüssel einen Anstieg der monatlichen Elternbeiträge um bis 70 Euro zur Folge haben könne.
Bislang rangiert die Seenplatte mit ihren 1,1 Betreuern pro Krippengruppe gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald landesweit am Ende der Rangliste.Rund 6300 Kinder werden in den kommunalen Krippen der Seenplatte betreut. Der Jugendhilfeausschuss empfahl, in die weitere Arbeit des Unterausschusses auch den kreislichen Kita-Elternrat einzubeziehen.

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susanne.schulz@nordkurier.de

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