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Plan für Jobcenter: Aus vier mach zwei

VonAndré Gross

Noch ist die Optionskom- mune nicht ganz begraben, da sind die Verwaltungs- strategen der Seenplatte
schon einen Schritt weiter.

Seenplatte.Ab dem 1. Januar kommenden Jahres könnte es in der Mecklenburgischen Seenplatte nur noch zwei Jobcenter geben. Diese Idee hat Dezernentin Ingrid Sievers (CDU) im Sozialausschuss des Kreistages vorgetragen. Die Kunden bräuchten sich allerdings keine Sorgen zu machen, denn die bisherigen Standorte würden beibehalten.
Gedacht sind ein Jobcenter Nord mit den Einrichtungen in Neubrandenburg und im Demminer Bereich sowie ein Jobcenter Süd mit den bekannten Adressen im Warener und im Neustrelitzer Gebiet. Die Verwaltung folgt damit einer Empfehlung der Bundesagentur für Arbeit, die ja Partner des Landkreises beim gemeinsamen Betrieb der Jobcenter ist. Im Landkreis Vorpommern-Greifswald ist die territoriale Zusammenlegung bereits erfolgt.
Sievers informierte den Ausschuss über die Vorhaben, nachdem die Bündnisgrünen in Folge des sich abzeichnenden Aus der Strelitzer Optionskommune (der Nordkurier berichtete) ein einziges Jobcenter für den Großkreis unter Trägerschaft von Kreis und Agentur angefragt hatten. Das wäre aus Sicht der Verwaltung aber ein zweiter Schritt vor dem ersten. „Natürlich werden wir auch bei der Nord-Süd-Konstellation sofort gucken, was gemeinsam erledigt werden kann“, sagte die Sozialdezernentin dem Nordkurier.
Priorität habe aber, dass die Jobcenter vor Ort und damit bürgernah bleiben. Das sei gemeinsamer Wille. Wenn überhaupt, stünden längerfristig höchstens kleinere Standorte wie Röbel oder Friedland zur Debatte.

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