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Roter Faden führt die Besucher zur Arbeitswiese

VonAnke Goetsch

In mehr als 90 Ateliers und Galerien des Landkreises öffnen sich die Türen zu Einblicken und Gesprächen.Einige der Gastgeber stellen wir in einer Serie vor.

Groß Daberkow.Ein roter Wollfaden wird die Besucher in Groß Daberkow zu den zwei Arbeitsstätten von Ulrike Rösner leiten, auf dieWiese vor dem Stallgebäude und in den ersten Stock des alten Pfarrhauses, in dem sie zur Miete wohnt. Nachlängerer gesundheitsbedingter Pause möchte sie andiesem Pfingstwochenende wieder Gastgeberin sein bei der Aktion „Kunst:offen“.
Dabei geht es ihr nicht um die große Ausstellung, sondern um den lebhaften Kontakt, mit denen, die an Kunst interessiert sind. „Tür auf, Herz auf, kommt einfach rein“, so beschreibt sie, was ihr besonders wichtig ist an dieser Aktion. Sie ist in ihrem künstlerischen Schaffenäußerst vielseitig. Davon können sich die Besucher auch am Sonnabend um 15 Uhr überzeugen, wenn sie auf
der Wiese die Bearbeitung eines türkischen Märchens erzählt.
Nach dem Studium der Plastik an der Hochschule für Bildende Künste lebte sieeinige Jahre in der Dresdner Neustadt, bevor sie ihr Weg 1994 ins Mecklenburgische, nach Kreckow führte. Inzwischen ist bereits seit elf Jahren das kleine Groß Daberkow ihre künstlerische Heimat. „Ich habe mich verliebt in Mecklenburg, mag jeden Hügel, der durch die Eiszeit geprägt wurde“, erzählt sie.
Ulrike Rösner hat schon mit Holz, Metall, Ton gearbeitet, doch vor zehn Jahren nahm sie an einemLithografie-Pleinair in Frankreich teil. Dort hatte sie die Möglichkeit, einen großen, monumentalen Stein künstlerisch zu gestalten. Undseitdem üben Steine einegroßeFaszination auf Ulrike Rösner aus. „Ich habe bei den Steinen ein Gegenüber, das ich dann vorsichtig und liebevoll behandle.“ In den Sommermonaten möchte die Künstlerin auf ihrer Wiese vorwiegend Steinen ihre Handschrift geben. Doch zunächst freut sie sich von Sonnabend bis Montag von 10 bis 18 Uhr auf ihre Gäste.

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