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Sabotage auf dem Spielfeld

Spieler Christian Rehberg, Mannschaftsleiter Andreas Schock und Trainer Rainer Hellwich (von links) sowie MSV-Vereinschefin Katja Mülling zeigen den zersägten Pfosten. [KT_CREDIT] FOTO: Eckard Berndt
Spieler Christian Rehberg, Mannschaftsleiter Andreas Schock und Trainer Rainer Hellwich (von links) sowie MSV-Vereinschefin Katja Mülling zeigen den zersägten Pfosten. [KT_CREDIT] FOTO: Eckard Berndt

VonEckard Berndt

Unbekannte zersägen
ein Tor auf dem Fußballplatz in Groß Miltzow.
Das Pokalspiel steht auf der Kippe. Aber die Miltzower lassen sich nicht aufhalten und gewinnen am Ende 5:0.

Gross Miltzow.Eine bittere Erfahrung mussten jetzt die Fußballer vom MSV Groß Miltzow machen. Unbekannte schlichen nachts auf die Miltzower Sportanlage und beschädigten, allem Anscheinen nach mit einer Flex, einen Torpfosten so stark, dass dieser für den Spielbetrieb nicht mehr tragbar war. „So etwas habe ich in meiner ganzen Fußballkarriere nicht erlebt“, sagte MSV-Trainer Rainer Hellwich.
Neben auftretenden Kosten und Mehrarbeit stand auch das Pokalhalbfinale am Herrentag zwischen den Miltzower und der SG Mühlenwind Woldegk auf der Kippe. Das Spiel aber durfte nicht ausfallen, fanden die Verantwortlichen. Ein Telefonat folgte aufs andere. „Wir fanden Verbündete beim Kreisfußballverband und beim Objektleiter des Neubrandenburger Jahnstadions, der uns ein Ersatztor zur Verfügung stellte. Dafür können wir uns nur bedanken“ so MSV-Spieler Christian Rehberg. Aber auch vom Parmener SV (Uckermark) kam sofortige Hilfe. „Die Parmener kamen noch am selben Tag mit zwei Toren angerückt“, informierte Mannschaftsleiter Andreas Schock. Alle Helfer um Vereinschefin Katja Mülling waren sich nach dieser „Zerstörungswut“ vor dem gestrigen Pokalspiel gegen Woldegk einig: Es wurden Nachtwachen auf dem Platz aufgestellt. Die Nachtwache hat sich gelohnt. Die Tore blieben heil und Groß Miltzow gewann gegen Woldegk 5:0.

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