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Schuften gegen den Schimmelpilz

In Mildenitz wurde geschippt. Einwohner hoben einen Streifen am Gemeindehaus aus, damit die feuchte Mauer trocknen kann. Auch in den Grünanlagen und am Dorfteich waren die beteiligten Einwohner fleißig. [KT_CREDIT] FOTO: Susanne Böhm
In Mildenitz wurde geschippt. Einwohner hoben einen Streifen am Gemeindehaus aus, damit die feuchte Mauer trocknen kann. Auch in den Grünanlagen und am Dorfteich waren die beteiligten Einwohner fleißig. [KT_CREDIT] FOTO: Susanne Böhm

VonSusanne Böhm

Mildenitzer legen
ihr Gemeindehaus trocken, pflegen Rabatten
und den Feuerlöschteich. Der Bürgermeister ist froh, dass er sich auf seine Leute verlassen kann.

Mildenitz.In Mildenitz wurde geschuftet. Damit ihr Gemeindehaus nicht von Schimmelpilz befallen wird, schaufelten Einwohner einen Streifen am feuchten Gemäuer frei. Nun kommt Luft an die Wand. Es war keine professionelle Mauertrockenlegung, aber fürs Erste ist die Gefahr gebannt. Die Wand kann trocknen und Bürgermeister Karsten Blödorn kann überlegen, wie es weitergehen soll.
Eine fachmännische Trockenlegung kann sich die hoch verschuldete Gemeinde eigentlich nicht leisten. „Uns wird schon etwas einfallen“, sagt der Bürgermeister. Er habe das große Glück, sich auf die Freiwillige Feuerwehr und den Hünensteinverein verlassen zu können. Deren Mitglieder waren es, die beim Arbeitseinsatz halfen, zu dem die Gemeinde gebeten hatte. Ebenfalls hilfsbereit seien ortsansässige Unternehmen, zum Beispiel die Landbetriebsgesellschaft Mildenitz, die für den Subbotnik einen Radlader zur Verfügung stellte. Allen sei das Gemeindehaus wichtig. „Das ist unser kulturelles Zentrum, der Dreh- und Angelpunkt“, so Karsten Blödorn. Er wolle gar nicht darüber nachdenken, das Haus aufzugeben.
Etwa 20 Einwohner halfen beim Arbeitseinsatz. Neben der Freilegung der Mauer rodeten sie rings ums Gemeindehaus Unkraut und beschnitten Sträucher. Auch am Feuerlöschteich war viel zu tun. Dort richtete die Feuerwehr das Ufer her. Der Bürgermeister freute sich über die fleißigen Mildenitzer. „Wir können von dem Glück zehren, dass wir diese beiden stabilen Vereine haben. Sie sind der Motor unserer Gemeinde.“

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