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von Susanne Schulz
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Freundliche Aussichten gibt es an der Neustrelitzer Höhenstraße – und das ist für das Gebäude der Tom-Mutters-Schule sowohl wörtlich gemeint (wegen der lichten Gelb- und Grünflächen an der Fassade) als auch im Hinblick auf den Mai, wenn Schüler und Lehrer aus dem Ausweichquartier an der Strelitzer Chaussee/ Ecke Kirschenallee in ihr saniertes Domizil zurückkehren können. „Die ehemalige Berufsschule ist ein gutes Provisorium, aber eben ein Provisorium“, sagte gestern Aurel Enders aus dem Schulverwaltungsamt der Kreisverwaltung, die als Bauherr fungiert.
Koordinator Bernd Häusler aus dem Amt für Zentrale Dienste ist überaus angetan vom gelungenen Hand-in-Hand-Arbeiten der Planer und der beteiligten Firmen. Im Neustrelitzer Architekturbüro Christian Peters war das Gebäude – zur DDR-Zeiten als Kindertagesstätte errichtet – funktional überarbeitet worden. Im eingeschossigen Teil befinden sich nun die Klassenräume, jedes mit einem Ausgang zum überdachten Klassenhof und dem Spielbereich. „Diese Flexibilität von Drinnen und Draußen war uns bei dieser Schulform sehr wichtig“, erklärt Peters. Der zweigeschossige Trakt beherbergt künftig neben der Verwaltung die einzelnen Fachbereiche wie Musik, Werken und Keramik, Lehrküche, Physio- und Wassertherapie sowie die neu entstandene Aula, erklärt Architekt Maik Schreiber. Seine Frau arbeitet als Lehrerin in der Tom-Mutters-Schule, einer Einrichtung mit, wie die korrekte Bezeichnung derzeit lautet, „Förderschwerpunkt geistige Entwicklung“ – und so hatte der 46-Jährige wohl den kürzesten „Draht“ zu den alltäglichen Erfordernissen.
Dazu gehört auch die Außengestaltung, die das Ingenieurbüro Margot Siebeling gemeinsam mit dem Landschaftsplaner Michael Tänzer konzipierte: So wird der vorher funktionslose Innenhof zum Rückzugsraum mit Wasserbecken, Werkbänken und der Gelegenheit, Esstische ins Freie zu stellen. Der Spielbereich mit Bolzplatz, Seilgarten, Grillecke wird von einem befestigten Weg umgeben sein, so dass auch Rollstühle und Spezialfahrräder dort „freie Bahn“ haben. Ein Schulgarten und Obstbäume sind noch geplant.
Mit „gezielten chirurgischen Eingriffen“ in den Fertigteilbau sei „das Sinnvollste herausgeholt“ worden, resümiert Christian Peters. Wetterprobleme bereitete außergewöhnlicherweise der Sommer, weil mehrere verregnete Wochen lang in der „Tropfsteinhöhle“ nicht gearbeitet werden konnte. Auch die notwendige Schadstoffsanierung erwies sich als umfänglicher als vermutet.
Wie sehr sich die Mutters-Schüler auf ihr neues altes Domizil freuen, haben die Bau-Leute schon bei diversen Besuchen der Klasssen erfahren. „Beeilt euch mal“, ist Bernd Häuseler bei solcher Gelegenheit mal aufgefordert worden von einem Steppke, dem die freundlichen Aussichten auf den bevorstehenden Umzug bestimmt Vergnügen bereiten.
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