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Städtischer Bauhof wird zum Problem

Das ungenutzte Nebengebäude am Mirower Bahnhof kann sich Mirows Bürgermeister gut als Standort für einen kommunalen Bauhof vorstellen, erklärte er zuletzt mehrmals.  FOTO: Tobias Lemke
Das ungenutzte Nebengebäude am Mirower Bahnhof kann sich Mirows Bürgermeister gut als Standort für einen kommunalen Bauhof vorstellen, erklärte er zuletzt mehrmals. FOTO: Tobias Lemke

Von unserem Redaktionsmitglied
Tobias Lemke

Mirows Bürgermeister hat zuletzt nochmals die Möglichkeit zur Gründung eines Bauhofs bekräftigt. Auf Amtsebene ist der Vorstoß aber alles andere als spruchreif.

Mirow.Sie richten den einen oder anderen schiefen Mast, sollen im Sommer Grünpflegearbeiten übernehmen oder kleinere kommunale Bauvorhaben umsetzen. Zurzeit werden dafür im Amtsbereich Mecklenburgische Kleinseenplatte Arbeitskräfte der Ipse herangezogen. Nur sind die Arbeitsgelegenheiten seit 2011 stark zurückgefahren worden (der Nordkurier berichtete). Mirows Bürgermeister Karlo Schmettau (FDP) betonte daher zuletzt die Notwendigkeit eines kommunalen Bauhofs in der Kleinseenplatte, der die Aufgaben künftig abdecken könnte. „Wir können nicht jeden krummen Mast in Auftrag geben“, so Schmettau. Auch einen Standort für einen möglichen Bauhof hat er mit der alten Lagerhalle neben dem Mirower Bahnhof bereits ins Auge gefasst.
Die Überlegungen für einen Regiehof in der Kleinseenplatte sind in der Amtsverwaltung und bei den restlichen Bürgermeistern jedoch keine aktuelle Baustelle. „Wir gehen davon aus, dass die Ipse weiter besteht“, sagt Thomas Müller (CDU), Amtsvorsteher in der Kleinseenplatte. Zumal die Ipse nun als gemeinnützige GmbH mit der Landentwicklungsgesellschaft Rosenow zusammenarbeitet. Vor diesem Hintergrund bezeichnete Müller die Diskussion um einen Bauhof in Mirow auch als „kontraproduktiv“. „Als Gesellschafter der Ipse werden wir weiterhin auf sie zurückgreifen“, so Müller. Sollte künftig aber doch ein anderer Weg beschritten werden, so sei ein kommunaler Regiehof nur eine von mehreren Alternative. Er erinnert daran, dass sich in der Region inzwischen auch einige Firmen und der eine oder andere Hausmeisterservice etabliert haben. Ihnen wolle man nicht das Wasser abgraben.

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