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Start für Gesundheitshaus

Woldegks Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode, Klaus-Dieter Runge, Geschäftsführer Wohnungsverwaltungs GmH und Staatssekretär Stefan Rudolph (von rechts) wünschten dem Bau mit dem obligatorischen Hammerschlag auf die ersten von der Neustrelitzer Firma Groth & Co. gemauerten Steine viel Glück.  FOTO: Tobias Lemke
Woldegks Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode, Klaus-Dieter Runge, Geschäftsführer Wohnungsverwaltungs GmH und Staatssekretär Stefan Rudolph (von rechts) wünschten dem Bau mit dem obligatorischen Hammerschlag auf die ersten von der Neustrelitzer Firma Groth & Co. gemauerten Steine viel Glück. FOTO: Tobias Lemke

VonTobias Lemke

Seit Jahren spüren die Menschen in der Woldegker Region den Ärztemangel. Nun wurden die ersten Steine für ein Haus gesetzt, das diesem Missstand entgegenwirken soll.

Woldegk.„Das Ärztehaus ist ein Segen für die Stadt“, sagt Egon Kandler. Der Woldegker und viele weitere Bürger haben am Freitag der Grundsteinlegung zum Bau des Gesundheitshauses in der Krummen Straße der Windmühlenstadt beigewohnt. Mit dem traditionellen Einmauern einer Zeitkapsel wünschten Vertreter aus Politik und Verwaltung dem Bau und vor allem der Idee von einem zentralen Gesundheitshaus für Woldegk viel Glück und gutes Gelingen.
„Es ist ein kluges Konzept“, sagt Stefan Rudolph, Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus bei der Veranstaltung. Seiner Ansicht nach werde das künftige Haus mit der Kombination aus altersgerechtem Wohnen und geplanten medizinischen Dienstleistungen gut aufgestellt sein und könnte eine Vorreiterrolle für andere Regionen übernehmen. „Was wir heute beginnen, ist jedoch nur die Hülle“, betont Rudolph. Am Ende müsse eine Verbesserung der Versorgung erreicht werden. Auch Woldegks Bürgermeister Ernst-Jürgen Lode (SPD) erklärt: „Der Bau ist das Eine. Wichtig ist es, das Haus auch mit Leben zu erfüllen.“
Was die medizinische Versorgung angeht, könnten dies zum Beispiel neue Möglichkeiten aus der Telemedizin sein. Die Diagnostik kann so auch aus größerer Entfernung abgesichert werden. Zum anderen ist aber auch das Ärztehaus Neubrandenburg am Projekt beteiligt, um Sprechstunden von Fachärzten vor Ort anbieten zu können. „Im Grunde steht das Konzept. Wir sind nun bei der Feinjustierung, um etwa noch rechtliche Fragen zu klären und eine langfristige Absicherung zu erreichen“, erklärt Gernot Kunzemann, Geschäftsführer des Neubrandenburger Ärztehauses An der Marienkirche.
Die Stadt Woldegk hatte lange auf den Bau eines Gesundheitshauses hingearbeitet. In Woldegk gibt es derzeit noch einen Augenarzt sowie zwei Hausärzte. Der Bedarf an Allgemeinmedizinern liegt in der Region jedoch bei mehr als sechs Ärzten. Im Sommer kommenden Jahres soll der rund 3Millionen Euro teure Bau nun komplett abgeschlossen sein. Das Geld kommt dabei aus verschiedenen Töpfen, so sind neben der Stadt und der Wohnungsverwaltungs GmbH auch das Land und der Bund beteiligt.
Egon Kandler jedenfalls ist gespannt auf das neue Haus. Denn noch müsse er oftmals nach Strasburg oder Neubrandenburg zu den Fachärzten fahren. Das sei anstrengend und gehe zudem ins Geld. Der 85-Jährige hofft, dass diese beschwerlichen Wege bald der Vergangenheit angehören.

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