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Stinkende Schleuse: Amt gibt Entwarnung

VonTobias Lemke

Ein Schmutzteppich in der Müritz-Havel-Wasserstraße in Mirow ist völlig harmlos, erklärt die zuständige Behörde. Auch mit derzeitigen Bauarbeiten
am Kanal hat die Ver- unreinigung nichts zu tun.

Mirow.„Das Zeug schwimmt hier schon seit Tagen rum“, erklärt ein Rentner, der sich derzeit täglich an der Mirower Schleuse umschaut. In der vorigen Woche hat der Anwohner, der seinen Namen nicht nennen möchte, beobachtet, wie sich zunehmend ein Fettfilm und Schaum auf der Wasseroberfläche im Kanal der Müritz-Havel-Wasserstraße bildeten. „Das müssen doch Verunreinigungen sein, so unangenehm, wie’s hier stinkt“, meint er. Der Mirower fragt sich auch, ob die Verschmutzung im Wasser mit Bauarbeiten, die an der Schleuse vonstatten gehen, zusammenhängt.
Dem sei nicht so, teilt das Wasser- und Schifffahrtsamt Eberswalde auf Nordkurier-Nachfrage mit. „Das ist keine künstliche Gewässerverschmutzung“, sagt Amtsleiter Hans-Jürgen Heymann nach einem Blick aufs Foto. Die Erscheinung an der Mirower Schleuse komme immer mal wieder an den Wasserläufen im Unterwasser von Wehranlagen vor. Im Kanal mitgeführte biologische Verunreinigungen – das können abgestorbene Pflanzenteile, Mikroorganismen oder andere Schwebstoffe sein – führen durch die Verwirbelung infolge des Wehrabflusses zu einer Schaumbildung. Auf der Wasseroberflächebilde sich ein treibender Schmutzteppich. „Das ist aber völlig ungefährlich und verschwindet nach einigen Tagen wieder“, beruhigtHeymann. Der Schmutzfilm stehe nicht mit den Bauarbeiten an der Schleuse in Verbindung.
Derzeit wird eine Kaikante repariert, gegen die im vorigen Sommer ein Fahrgastschiff prallte und Schäden am Beton hinterließ. DieStelle wurde zunächst nur notdürftig ausgeflickt, bevor sie jetzt wieder vernünftiginstand gesetzt wird.

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t.lemke@nordkurier.de

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