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Strelitzer helfen an der Elbe, wo sie können

Am Sonnabendmittag war Dieter Mohns vom Technischen Hilfswerk (THW) aus Neustrelitz noch vorsichtig optimistisch. „Wir müssen wohl nicht mehr raus“, meinte er mit Blick auf die dramatische Hochwasserlage an der Elbe. Nur wenige Stunden später bekam er dann doch seinen Einsatzbefehl. Die Mannschaft aus dem Strelitzer Land hat Sandsackfüllplätze in Südwestmecklenburg auszuleuchten. Die technischen Voraussetzungen haben die Neustrelitzer. Mit ihren zwei THW-Wagen ist auch der Lichtmastanhänger ins Hochwassergebiet gefahren. Vorerst gilt damit für die Helfer, die Nacht zum Tag zu machen.

650 000 Sandsäcke seien rund um die Uhr zu füllen, sagte Mohns, der dem THW in Neustrelitz als Ortsbeauftragter vorsteht, dem Nordkurier gestern. Die Lage an der Elbe in Mecklenburg-Vorpommern bezeichnete Mohns als sehr angespannt, aber nicht hektisch. Die Deiche seien schon sehr voll, der Pegel steige beständig. Die Helfer arbeiteten diszipliniert, die Logistik stimme größtenteils.

Dramatischer gestaltete sich die Situation in Sachsen-Anhalt, wo nördlich von Stendal der Neustrelitzer Andreas Petters in seinem Bundeswehrbataillon 801 aus Trollenhagen im Einsatz ist. Einige Deiche sind bereits gerissen. Ortschaften müssen evakuiert werden. „Wir haben den ganzen Tag Sand geschleppt“, bekannte Petters am späten Sonntagnachmittag. Auch Petters schätzt ein, dass die Einsätze gut koordiniert sind. Er erlebe eine immense Bereitschaft der Bevölkerung, wenn es darum ginge mit anzupacken. Manchmal seien fast schon zuviel Leute unterwegs. Die Bundeswehrsoldaten, die auch im Bereich der Kommunikation tätig sind, sind immer auf dem Sprung. So haben sie auch schon einen Deich bei Tangermünde geschützt.

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