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Stromsparhelfer kommen mit dem Rucksack zum Beratungsgespräch

Derzeit werden die Energiesparhelfer geschult. Anschließend kommen sie gern in Haushalte, um den jeweiligen Energieverbrauch in Augenschein zu nehmen.  FOTO: Dana Skierke
Derzeit werden die Energiesparhelfer geschult. Anschließend kommen sie gern in Haushalte, um den jeweiligen Energieverbrauch in Augenschein zu nehmen. FOTO: Dana Skierke

VonDana Skierke

Hartz-IV-Haushalte bekommen Unterstützung, um Energiekosten zu sparen. Acht ALG-II- Empfänger werden für ein solches Projekt geschult.

Neustrelitz.Mit einer „Soforthilfe“ im Rucksack werden bald acht Stromsparhelfer gezielt Haushalte in Neustrelitz besuchen. Derzeit werden die sieben Männer und eine Frau von einem Energieberater geschult. Schließlich sollen sie professsionell agieren und Fragen der Kunden beantworten können, erläutert Projektleiter Rainer Loreck.
Zum Einsatz kommen die Stromsparhelfer in Haushalten, in denen Menschen von Arbeitslosengeld II leben, Wohngeld erhalten oder sogenannte Aufstocker sind. Hier ist das Interesse, Energie und somit Geld zu sparen, besonders groß. Arbeitslosengeld II-Empfänger etwa müssen ihre Stromkosten aus ihrem Regelleistungssatz bestreiten.
Auch die Helfer selbst beziehen Arbeitslosengeld II. „Wir sind aber keine Energieberater“, unterstreicht Loreck, der das Projekt drei Jahre lang betreuen wird.
Wer um Hilfe bittet, erhält Besuch von einem Zweierteam. „Die Helfer gehen nie allein zu den Kunden“, informiert Loreck. Vor Ort brauchen sie aktuelle Abrechnungen von Strom, Wasser und Heizung. Die Daten werden aufgenommen, Gewohnheiten abgefragt (wie lange läuft das Radio, wie viel Fernsehen wird geschaut, wie häufig geduscht), Geräte „unter die Lupe“ genommen.
Nach einer Auswertung kommen die Helfer ein zweites Mal und haben einen Rucksack mit Soforthilfe dabei. Neben Informationen – etwa, welche Geräte in der Wohnung Stromfresser sind – und Tipps gibt es „Handfestes“. Kostenlos werden bei Bedarf Sparlampen eingeschraubt, Wassersparduschköpfe sowie Perlstrahler, die den Durchfluss reduzieren, installiert. „Das sind keine Haustürgeschäfte, wir werden nicht wahllos an Türen klingeln“, betont Projektleiter Loreck. Die Kunden müssen sich vielmehr bei den Stromsparhelfern melden.
Unter anderem bei Vermietern, den Stadtwerken, dem Arbeitslosenverband, der Tafel oder dem DRK liegen Flyer mit Gutscheinen aus. Die sind beim Stromspar-Check in der Ernst-Moritz-Arndt-Straße 41 abzugeben. Es gibt auch einen Briefkasten. Träger des Projekts ist das Diakoniewerk- Stargard. Stromspar-Check ist eine gemeinsame Aktion des deutschen Caritasverbandes und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen.
Kontakt: 03981 4749635, Mail: stromsparcheck@diakonie-stargard.de

Kontakt zur Autorin
d.skierke@nordkurier.de

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