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Stufe für Stufe wird Reiherberg begehbar

Dieser Ausblick von der 145 Meter hohen Erhebung ist für Feldberg-Urlauber ein Muss. Die oben gelegenen Wege sind in Ordnung. Weiter unten bröckelt es allerdings. [KT_CREDIT] FOTOs: Susanne Böhm
Dieser Ausblick von der 145 Meter hohen Erhebung ist für Feldberg-Urlauber ein Muss. Die oben gelegenen Wege sind in Ordnung. Weiter unten bröckelt es allerdings. [KT_CREDIT] FOTOs: Susanne Böhm

VonSusanne Böhm

Ehrenamtlich wollen der Feldberger Sportverein
und das Bauunternehmen Riedel das Ausflugsziel herrichten. Bis Mitte Mai
soll alles fertig sein.

Feldberg.Der Weg zum Reiherberg ist steinig und schwer zu begehen, dasHolzgeländer zusammengebrochen, die Mauer am Aussichtspunkt bröckelt – das sind Missstände, finden der Feldberger Sportverein und Bauunternehmer ThomasRiedel. Ehrenamtlich wollen Vereinsmitglieder und der Geschäftsmann das Ausflugsziel wieder herrichten.
Wenn alles klappt, sollen die Arbeiten bis zum Kreiswandertreffen, das am 11.Mai in Feldberg stattfindet, beendet sein, kündigt Vereinsvorsitzender Werner Zimmermann an. Den schlimmsten Teil des Weges wollen die Vereinsmitglieder mit 15 bis 20 Stufen aus Granitblöcken befestigen. Thomas Riedel und seine Mitarbeiter wollen die Mauer reparieren. Das Geländer wird abgebaut und nicht ersetzt.
Der Verein und der Baubetrieb kümmern sich auf eigene Kosten um den Reiherberg, weil er sonst weiterverwahrlosen würde. Die beteiligten Behörden haben nach eigenen Angaben weder Zeit noch Personal, um Schäden am Berg zu reparieren. Eigentümer des Geländes ist die Landesforst. Sie hat zu Jahresbeginn den zugewucherten Ausblick freigeschlagen und kümmert sich auch um Sitzgelegenheiten fürWanderer. Nutznießerin der Touristenattraktion ist die Gemeinde Feldberger Seenlandschaft. Diese ist aber knapp bei Kasse und will nicht in ein Gelände investieren, das ihr nicht gehört (der Nordkurier berichtete).
Urlauber Gert Dittrich aus Güstrow bescheinigt der Seenlandschaft, auch ohne Stufen zum Reiherberg ein hervorragendes Wanderrevier zu sein. Leichtfüßig erklomm der 70-Jährige dieser Tage den 145 Meter hohen Berg und fand die Beschaffenheit der Wege „ausgezeichnet und wandererfreundlich“. „Ich bin hier schon etliche Kilometer gewandert und fühle mich sehr wohl.“ Nach Touren durch andere Teile Deutschlands wisse er, dass viele Regionen bei der Instandhaltung ihrer Wege mehr Nachholbedarf haben.

Kontakt zur Autorin
s.boehm@nordkurier.de

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