Gestern abend informierte Harald Pfeiffer in Burg Stargard über die Arbeit des TansaniaVereins. FOTO: Verein
Von unserem Redaktionsmitglied Dana Seiler
Die Vorhaben werden größer, die Realisierung schneller. Der Woldegker TansaniaVerein plant mit Partnern die Eröffnung eines Berufsausbildungszentrums. Mit dem Hospitalbau wird in der kommenden Woche begonnen.
Woldegk.Spendengelder sind für den Woldegker Verein „Freundeskreis Arusha/Tanzania“ unverzichtbar. Die Projekte werden immer größer. Die Grundsteinlegung für das Hospital, das der Verein in der Arusha-Region bauen wird, ist schon am 24. Februar,informiert Vorstandsvorsitzender Harald Pfeiffer, der immer auf der „Suche“ nach weiteren Geldern ist. Jetzt hat die Ostmecklenburgisch-Vorpommersche Verwertungs- und Deponie GmbH (OVVD) Hilfe signalisiert. Gestern abend fand in Burg Stargard eine OVVD-Veranstaltung statt. Harald Pfeiffer war dabei und informierte über den Verein sowie seine Arbeit. Berichten hat der Canzower Straußenzüchter vor allem über das bislang größte aller Vorhaben. Immerhin wurden dafür Fördermittel in Höhe von 1,5 Millionen Euro beantragt und eine gGmbH gegründet. Ein Berufsausbildungszentrum soll entstehen. Sein Name: AVETOS (Arumeru Vocation Education Training Centre Oldonyo Sambu). Junge Menschen werden dort in den Bereichen Hotel, Restaurant, Service, Küche, landwirtschaftliche Hauswirtschaft, hausmeisterliche Tätigkeiten sowie Bauberufe ausgebildet. Mit im Boot ein ganz wichtiger Partner, das Überregionale Ausbildungszentrum Waren/Grevesmühlen (ÜAZ). Erstmalig müssen im Projektgebiet nicht extra Gebäude errichtet werden, um das Mammutvorhaben umzusetzen. Die Kirche in Tansania stellt einen schon vorhandenen Gebäudekomplex samt riesigem Grundstück zur Verfügung. Am 1. Juli sollen dort Renovierungs- und Modernisierungsarbeiten starten, so die Planungen. Auch muss das Gelände mit Hilfe eines Zauns gesichert werden. Entstehen sollen Lehrrestaurant, -küche, -hotel, Klassenräume und Wohnunterkünfte. Am 1. Januar 2014 können dann 115 junge Massai ihre zweijährige Ausbildungbeginnen, so Harald Pfeiffer. Schon vor den Jugendlichen sollen indes Mädchen und Jungen aus den Kindergartenschulen des Vereins ihre Klassenräumeim Berufsausbildungszentrumbeziehen. Denn es sei ausreichend Platz vorhanden, freut sich der Canzower. Der Tansania-Vverein hat momentan folgendes Problem: Wenn die Schüler ihrer Kindergartenschulen in die staatlichen Schulen wechseln, wissen die Mädchen und Jungen bereits vieles von dem, was man ihnen erstvermitteln möchte. „Die Lösungdafür kann also nur in eigenen Schulen mit eigenen Lehrern bestehen“, haben Harald Pfeiffer und seine Mitstreiter erkannt. Am 1. Januar 2013 geht es für die tansanischen ABC-Schützen los. Auch die Lehrer, deren Ausbildung der Verein finanziert, stammen aus der Projektregion. Und weil Bildung so wertvoll ist, gibt der TansaniaVerein eine Aktie heraus. „Die kostet Geld, bringt aber keins ein“, witzelt Pfeiffer. Wer eine Bildungsaktie für das Berufsausbildungszentrum erwirbt, erhält eine Urkunde, zudem werden Name und Spende an der Wand der deutsch-tanzanischen Freundschaft im AVETOS veröffentlicht. Der Verein, der mittlerweile 102 Mitglieder hat, möchte zudem der OVVD bei der Vermittlung von Kontakten in Tansania helfen. Denn die Entsorgung von Müll ist dort ein Problem.