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Unterschied zwischen nackt und Akt

Arne Rahn (links) und Bela Witt bei der Vorbereitung ihrer Aktfoto-Ausstellung „Poesie der Weiblichkeit“ in der Hafengalerie Neustrelitz. Die Schau ist ab sofort mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet.  FOTO: susanne schulz
Arne Rahn (links) und Bela Witt bei der Vorbereitung ihrer Aktfoto-Ausstellung „Poesie der Weiblichkeit“ in der Hafengalerie Neustrelitz. Die Schau ist ab sofort mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. FOTO: susanne schulz

VonSusanne Schulz

Der „Poesie der Weiblichkeit“ frönen die Fotografen Bela Witt
und Arne Rahn
mit ihrer Ausstellung in der Neustrelitzer Hafengalerie.

Neustrelitz.Nackte Tatsachen sind diesen beiden Männern nicht genug: Sie machen einen Unterschied zwischen nackt und Akt. Und wie sie sich ästhetische Aktfotografien vorstellen, zeigen der Neustrelitzer Bela Witt und der Neubrandenburger Arne Rahn jetzt mit der Ausstellung „Poesie der Weiblichkeit“ in der Hafengalerie Neustrelitz.
„Ein guter Akt muss meine Phantasie beflügeln, das Kopfkino in Gang setzen. Ich möchte mir mehr vorstellen, als ich sehe“, sagt Bela Witt. Daher arbeitet er viel mit Licht und Schatten. Und ist keineswegs auf der Suche nach der Idealfigur: „Ich möchte Menschen natürlich darstellen – nicht so wie in Magazinen, dass man sie auf der Straße nicht wiedererkennen würde“, erklärt er. Unterschiedliche Körper zu zeigen, war sein Anliegen – nur ein richtig molliges Model hat er zu seinem Bedauern nicht gefunden.
Mit möglichst „unbedarften“ Modellen zu arbeiten, bevorzugt auch Arne Rahn: Sich während der Aufnahmen den Mund fusselig zu reden, nimmt er gern in Kauf: Den Kopf bitte so, den Blick dorthin – „Das ist anstrengender als ne halbe Stunde auf dem Laufband aber es ist positiver Stress“, erzählt der Tischler, der autodidaktisch zur Fotografie kam Schon als Jugendlicher hat er „Opas alte Technik ausprobiert“, ist indes natürlich längst digital ausgerüstet. Mit computerisiertem „Nachschminken“ allerdings hält er sich zurück: Da kommen höchsten kleine Schönheitsreparaturen in Frage. Das Foto soll ein Foto bleiben und die Emotion des Fotografen auch den unbefangenen Betrachter erreichen.

Es ist nicht die erste
gemeinsame Ausstellung
Bela Witt hält es mit der Nachbearbeitung „sogar noch einen Tick extremer“, verrät der 52-Jährige: „Ich brauche lieber eine halbe Stunde länger im Studio, bis das Foto so ist, wie ich es mir vorstelle.“
Dass er als Tänzer bestimmt ein Faible für die Anmut von Körpern und Bewegungen hat, daraus macht Witt kein Hehl. Sein Traum wäre es, beide Passionen zusammenzuführen, ästhetische Aktbilder tanzender Menschen zu kreieren.
Arne Rahn wiederum denkt an Fetisch-Motive, mit Schuhen zum Beispiel. „Menschen in allen Lebenslagen“, beschreibt der Neubrandenburger als eines seiner bevorzugten Genres Eine weitere Vorliebe hat er dafür, in Ruinen herumzuklettern. Schon gemeinsam an Ausstellungen im ehemaligen Kaufhaus in der Glambecker Straße beteiligt, waren sich beide Fotografen schnell einig, ihre Präsentation in der Hafengalerie mit monochromer Aktfotografie zu gestalten.
Geöffnet ist die Schau mittwochs bis sonntags von 14 bis 18 Uhr Zur Vernissage am Sonntag, dem 2. Juni, um 14Uhr werden beide Künstler vor Ort sein.

Kontakt zur Autorin
susanne.schulz@nordkurier.de

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