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Versteinertes Brötchen hält „Leuchte“ nicht auf

VonTobias Lemke

Elvira Staab-Guhl hat bei einer NDR-Quizshow gewonnen. Auf ihrem Weg zum Sieg lag ein vorzeit- liches Hindernis, das Probleme bereitete. Bei den meisten Fragen kannte sich die Mirowerin aber gut aus.

Mirow.„Zwischendurch hatte ich mich vom Sieg eigentlich schon verabschiedet“, sagt Elvira Staab-Guhl. Ihren Joker hat sie nämlich vergeigt, am Ende dann aber doch noch gewonnen. Die Mirowerin hat voriges Jahr bei der NDR-Quizshow „Leuchte des Nordens“ mitgemacht. Die Sendung wurde jetzt am Sonntag ausgestrahlt. Elvira Staab-Guhl ging als Siegerin aus der Runde hervor und heimste die begehrte Trophäe ein.
Am Sonntag hat sie die Show, bei der den Kandidaten Wissensfragen mit Bezug zu Norddeutschland gestellt werden, zusammen mit ihrem Mann und Freunden zu Hause vor dem Fernseher verfolgt. Bis dahin wussten nicht viele, dass es in Mirow eine „Leuchte des Nordens“ gibt. Denn bis zur Ausstrahlung der Sendung musste sich Elvira Staab-Guhl zur Geheimhaltung verpflichten. „Meiner Mutter hatte ich allerdings schon vom Sieg erzählt. Nachdem ich vom vergeigten Joker berichtet hatte, war sie so traurig, dass ich einfach davon erzählen musste“, so die 60-Jährige, die gar keine gebürtige Norddeutsche ist.
Bei der Jokerfrage könne man zusätzliche Punkte einfahren, und da die Mirowerin gerne kocht, hatte sie sich die Wissenskategorie „Essen & Trinken“ ausgesucht. „Mir wurde dann ein versteinertes Brötchen vorgelegt“, muss Elvira Staab-Guhl noch heute über die merkwürdige Szene lachen. „Ich sollte erkennen, ob es aus der Steinzeit, der vorrömischen Eisenzeit oder der Neuzeit stammt.“ Mit ihrem Tipp auf die Steinzeit habe sie leider daneben gelegen.

18 Glückwünsche per E-Mail am Tag danach
Viele andere Fragen zu Seefahrt, Plattdeutsch oder Land und Leuten im Norden konnte Elvira Staab-Guhl aber goldrichtig beantworten. Zum Beispiel lag sie auch beim Schätzen der Länge des Minutenzeigers vom Hamburger Michel dichter dran als ihre Mitspieler. Der Zeiger sei übrigens fünf Meter lang. Und das Plattdeutsche könne Elvira Staab-Guhl zwar nicht sprechen, aber lesen und verstehen. Dabei wohnt sie erst seit einigen Jahren in Mecklenburg. Geboren ist sie in der Pfalz und hat viele Jahre in Berlin gelebt. „Aber mich hat‘s schon immer ans Wasser gezogen. Das Segeln gehört zum Beispiel zu meinen Hobbys“, so die Gewinnerin der „Leuchte“. Außerdem sei sie ja mit einem Mecklenburger verheiratet – vielleicht sei das der Schlüssel zum Erfolg gewesen.
Aber selbst wenn es mit dem Gewinn der „Leuchte des Nordens“ nicht geklappt hätte, würde Elvira Staab-Guhl die Erfahrung nicht missen wollen. „Die Stimmung unter den Kandidaten war toll. Es war ein absolut schöner Tag, und es hat viel Spaß gemacht“, erzählt sie vom Aufenthalt im Hamburger Studio. Die ersten Gratulanten meldeten sich natürlich auch schon. Am ersten Tag nach der Show gab’s neben persönlichen Glückwünschen 18 E-Mails im virtuellen Briefkasten auf dem Computer, erzählt die Mirowerin.
Wer Elvira Staab-Guhl im Fernsehen verpasst hat, kann sie noch mal bei einer Wiederholung sehen. Die Quizsendung wird in der Nacht vom 1. auf den 2. Juni nochmals ausgestrahlt.

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t.lemke@nordkurier.de

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