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Vier behindertengerechte Kita-Plätze bald in Peckatel

Mit der Bürgermeisterin von Klein Vielen, Sylvana Reg- gentin, beenden wir unsere Serie von Gesprächen mit Gemeindeoberhäuptern im Amtsbereich Neustrelitz- Land. Franziska Gerhardt sprach mit der Politikerin der Wählergemeinschaft,
die der Gemeinde seit 2009 vorsteht.

Welche Vorhaben haben Sie 2012 in Ihrer Gemeinde umgesetzt?
Vergangenes Jahr haben wir die „Europastraße“ zwischen Adamsdorf und Klein Vielen gebaut, das war die größteSache. Dort musste die Fahrbahn komplett erneuert und verbreitert werden. Das war ein mehrmonatiges Bauprojekt mit Gesamtkosten von 411000 Euro, dafür gab es 276000 Euro Fördermittel. Außerdem haben wir mit Hilfe von Leader-Mitteln undgemeinsam mit Kratzeburg, Penzlin und Ankershagen das Wanderrevier „Alte Salzstraße“ ausgeschildert. In Hartwigsdorf wurde zusammen mit dem Wasser- undBodenverband eine Löschwasserentnahmestelle mit Überlaufleitung für 17500 Euro mit einem Gemeindeanteil von 11500 Euro gebaut. Und wir haben ein neues Feuerwehrauto angeschafft, ein „Iveco Magirus“ mit einem Volumen von 750 Litern. Dafür haben wir 50000 Euro Fördermittel vom Landkreis erhalten und 60000 Euro selbst übernommen. In Peckatel wurde eine Buswartestelle gebaut, die Kosten von 11800 Euro trägt die Gemeinde.

Und was steht 2013 an?
Ein Projekt ist die energetische Sanierung der Kindertagesstätte „Spatzenhausen“ in Peckatel. Dach, Fassaden und Fenster müssen gemacht werden. Außerdem läuft ein Antrag, die Einrichtung zur Integrations-Kita zu machen. Wenn wir alle Auflagen erfüllen, könnte es bereits im August so weit sein. Unser Ziel ist es, in Zukunft vier behindertengerechte Kita-Plätzeanbieten zu können.
Außerdem wird in Peckatel eine Aufpflasterung zur Verkehrsberuhigung der Straße gebaut. Dort steht oft Wasser auf der Straße, daherwerden in die Aufpflasterung Rohre zur Regenentwässerung eingebaut, so schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe. Die Kosten von 3000 Euro dafür trägt die Gemeinde. Dann benötigt Peckatel eine Löschwasserentnahmestelle, und in Liepen muss eine solche Stelle wiederhergestellt werden. Schließlich müssen die Kanten einiger Teiche entkrautet werden.
Dann feiern wiram 29. und 30. Junidas jährliche Parkfest in Klein Vielen. Sonnabend geht es um 14 Uhr los. Zur Eröffnung werden die Kita-Kinder ein Programm aufführen. Das Ballonteam Usadel ist vor Ort, außerdem werden Kutschfahrten, Ponyreiten, Bogen- und Luftgewehrschießen angeboten. Bummeln kann man an zahlreichen Marktständen, wo unter anderem Bernstein verkauft wird. Abends gibt es Musik mit DJ Rüdiger und Lieder der Neuen Deutschen Welle von einer Live-Band. Sonntags tritt um 11 Uhr die Theatergruppe auf, das istimmer ein Publikumsmagnet. Außerdem gibt es Frühschoppen und ein Rasentraktorrennen. Das Seniorenfest findet dieses Jahr erst im August statt, da im Juni schon so viel los ist.

Welche Vereine gibt es?
Es gibt die Freiwillige Feuerwehr mit 17 aktiven Mitgliedern und neun Kindern, dann den Verein „Klein Vielen – Leben zwischen Lieps und Havelquelle“, den Schmiedeverein, den Angelverein und den Sportverein in Adamsdorf. Hauptsächlich im Winter treffen sich Interessengruppen, um Skat, Rommé und Tischtennis zu spielen, und schließlich haben wir noch eine Singegruppe.

Wie geht es Ihrem Haushalt?
Wie viele andere Gemeinden leben wir aus der Rücklage. Dieses Jahr werden wir daraus 92000 Euro entnehmen, aber das geht eigentlich noch. Mit Baumaßnahmen sind wir durch, die Straßen sind auch fertig. Außerdem können wir dieses Jahr unseren großen Kredit für den
24-WE-Neubaublock von 257000 Euro tilgen, damit sind wir eine große Sorge los. Um Geld hereinzubekommen, vermieten wir unserGemeindezentrum. Dortkönnen 90 bis 100 Personen feiern und auch das Außengelände nutzen, alles ist behindertengerecht.

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