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Vor Woldegk rollt der Verkehr bald rund

VonSusanne Böhm

Im nächsten Jahr
soll ein Kreisverkehr
am östlichen Ortseingang angelegt werden.Das Straßenbauamt hat es eilig.

Woldegk. Vor dem östlichen Eingang Woldegks wird voraussichtlich im kommenden Jahr ein Kreisverkehr angelegt. Das Rondell ist für die Stelle geplant, an der sich die Bundesstraßen 104 aus Richtung Strasburg und 198 aus Richtung Prenzlau kreuzen.
Weil beide Straßen in dem Bereich reparaturbedürftig sind, hat es das Straßenbauamt Neustrelitz eilig. „Wir sehen das als dringend an, haben das bewusst vorgezogen und arbeiten mit Hochdruck an der Planung“, sagte Dezernent Andreas Herold. „Die Chancen stehen gut, dass wir 2014 mit den Arbeiten beginnen können und vielleicht sogar fertig werden.“
So wie er ist, kann der Bereich nicht bleiben, weil die „Verkehrssicherheit nicht zufriedenstellend“ ist, erklärte Straßenbauamtsleiter Jens Krage. „Wir haben hier eine unglückliche Verknüpfung zweier Bundesstraßen mit mit hoher Verkehrsmenge.“ Lange sei die Kreuzung Unfallschwerpunkt gewesen. Zwar sei die Geschwindigkeit und damit die Zahl der Unfälle vor Jahren durch bauliche Anlagen reduziert worden, diese Situation könne heute jedoch nur als Provisorium gelten. Nach wie vor sei die Stelle unübersichtlich. „Hier ist ein grundhafter Um- und Ausbau notwendig.“

Etwa 600000 Euro
sind eingeplant
Etwa 600000 Euro wird die Maßnahme kosten – ein bisschen mehr, als der Bau einer Kreuzung. Trotzdem habe man sich nach Abwägung der Vor- und Nachteile gegen eine Kreuzung und für einen Kreisverkehr entschieden – aus mehreren Gründen.
Zum einen handelt es sich um einen sogenannten „dreiarmigen Knoten mit gleichen Verkehrsströmen“. Aus drei Richtungen bewegen sich etwa gleich viele Fahrzeuge aufeinander zu. „Hätten wir hier die konventionelle Kreuzunggewählt, hätte eine Richtung das Vorfahrtsrecht erhalten müssen. Das hätte die Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs behindert.“ Außerdem hätten Ampeln aufgestellt werden müssen, die Folgekosten verursachen. Außerdem sei gerade an Ortseingängen ruhiger Verkehrsfluss erwünscht, um die Lärmbelästigung niedrig zu halten. Das sei mit einem Kreisel zu erreichen. Nicht zu vergessen sei der ästhetische Aspekt. „Auf der anderen Seite von Woldegk haben wir bereits einen Kreisverkehr. Da ist es schön, wenn die Ortsdurchfahrt durch einen zweiten einheitlich gestaltet wird“, so Krage.
Vor zwei Jahren wurde am westlichen Ortseingang der erste Kreisverkehr gebaut. Dieser hat sich laut Jens Krage als „sehr funktionstüchtig“ erwiesen. Der neue Kreisel soll ähnlich aussehen.

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s.boehm@nordkurier.de

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