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von Redaktion
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Plötzlich aber forderte eine Anwohnerin, dass die Straße saniert und mindestens eine Lampe aufgestellt wird. Wenn eine Sanierung nicht möglich sei, müsse wenigstens ein neuer Gehweg angelegt werden. Die Straße sei so schlecht, dass es schier unmöglich sei, sich mit einem Rollator oder einem Kinderwagen vorwärts zu bewegen, schilderte die Seniorin.
Mit diesem Ansinnen hatten die Ausschussmitglieder nicht gerechnet. Schließlich würde dies bedeuten, dass die Anlieger tief in die Tasche greifen müssen. Laut Satzung der Stadt Woldegk nämlich müssen sich die Anwohner zu 60 Prozent an den Kosten beteiligen, wenn ihre Straße ausgebaut wird. Da an die Bergstraße nur vier Grundstücke angrenzen, würde das jede einzelne Familie teuer zu stehen kommen. „Mir ist der Zustand des Weges bewusst“, sagte Ausschuss-Vorsitzender Hans-Joachim Conrad (CDU). „Aber das haben wir nicht in Erwägung gezogen.“ Nun soll der Ausbau der Bergstraße bei der nächsten Sitzung des Planungsausschusses am 4.April erneut Thema werden.
Andere Bewohner der Bergstraße begrüßen den Vorstoß der Seniorin allerdings nicht. „Wir wollen, dass die Straße repariert wird, aber auf keinen Fall, dass sie ausgebaut wird“, sagte Wolf-Rüdiger Arndt gestern dem Nordkurier. Noch heute wolle er einen entsprechenden Antrag bei der Stadt einreichen, um eine Sanierung zu verhindern.
Bei der Bergstraße handelt es sich um eine kleine Nebenstraße des Sandweges. Das Teilstück, um das es den Anliegern geht, ist kaum 200 Meter lang. Es ist teilweise mit Kopfsteinpflaster befestigt und weist starke Spurrillen auf, die vor etwa zwei Jahren von Baufahrzeugen verursacht worden sein sollen. Ein Gehweg ist nur Stückweise vorhanden und ebenfalls in schlechtem Zustand.
Die Kanalisation soll in diesem Jahr erneuert werden. Nach derzeitigem Stand der Planung soll die Fahrbahn dazu nicht aufgenommen werden. Vorgesehen ist, einen Abwasserkanal mittels Bohrung einzubringen und in eine vorhandene Trinkwasserleitung soll ein Kunststoffrohr eingezogen werden.(SB)
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