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Wehren üben Wasserrettung

Die Feuerwehren aus Mirow, Wesenberg und Neustrelitz übten den Katastrophenfall im Wasser.  Fotos/montage: Feuerwehr
Die Feuerwehren aus Mirow, Wesenberg und Neustrelitz übten den Katastrophenfall im Wasser. Fotos/montage: Feuerwehr

Kameraden aus Mirow und Wesenberg haben mit einem Teil des Gefahrengutzuges des Altkreises Mecklenburg Strelitz den Ernstfall in der Schleuse geprobt.

Mirow.Die Aufgaben der Feuerwehr umfassen nichtallein die Brandbekämpfung. Auch die technische Hilfeleistung sowie der Schutz der Umwelt und das Beseitigen von Gemeingefahren gehören dazu. Am Wochenende trafen sich daher die Feuerwehren Mirow und Wesenberg sowie ein Teil des Gefahrgutzuges des Altkreises Mecklenburg-Strelitz zu einer gemeinsamen Ausbildung in Mirow. Nach einer theoretischen Unterweisung über die Möglichkeiten der Ölbekämpfung auf demWasser ging es dann zur praktischen Übung an die Mirower Schleuse. Aus diesem Grund kam es zu einer zweistündigen Sperrung derMüritz-Havel-Wasserstraße.
Als gegebene Lage wurde ein beschädigtes Wasserfahrzeug oberhalb der Schleuse angenommen. Eine Person, die über Bord gegangen war, musste aus einem vier Meter tiefen Schleusenbeckengerettet werden. Aus dem Havaristen trat eine ölige Flüssigkeit aus, die über das Freiwasser bereits auch in den unteren Teil der Bundeswasserstraße gelangt war. Die Schadensbekämpfung erfolgte in drei Abschnitten. Die Führungsgruppe des Amtes Mecklenburgische Kleinseenplatte koordinierte alle Maßnahmen und leistete dem Einsatzleiter der örtlich zuständigen Feuerwehr Mirow entsprechende Führungsunterstützung. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wesenberg dämmten den weiteren Austritt der Flüssigkeit mit einer Ölsperre direkt am Havaristen ein. Zwei weitere Ölsperren wurden durch die Feuerwehren Mirow und Neustrelitz unterhalb der Schleuse aufgebaut, um eine Ausbreitung des Ölfilms zu verhindern und eine Aufnahmemöglichkeit für den umweltgefährdenden Stoff zu schaffen.
Die Kameradinnen und Kameraden lösten die Aufgaben im gegebenen Zeitrahmen und traten nach einer kurzen Auswertung gegen Mittag die Heimfahrt an ihre Standorte – mit aufgefrischtem Wissen über Öl und Strömung – an.

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