Die Weiden auf einer Koppel in Comthurey sind in der vergangenen Woche beschnitten worden. FOTO: Tobias Lemke
Von unserem Redaktionsmitglied Tobias Lemke
Auch wenn die Comthureyer Weiden nun kahl aussehen, kommt das den Bäumen zugute.
Comthurey.Hier habe alles seine Richtigkeit und keine Weide sei gefällt worden. Das versicherte gestern Steffen Grunert, Inhaber der gleichnamigen Landschaftsbaufirma, dem Nordkurier. In Comthurey hatte sein Unternehmen in der vorigen Woche mehrere Weiden auf einer Koppel beschnitten, was bei einigen Anwohnern Verwunderung hervorrief. Mehrere Bürger seien an Gemeindevertreterin Marion Eichmann mit der Frage nach dem Sinn des Baumbeschnitts herangetreten. Die Weiden würden verstümmelt, ein Biotop zerstört, berichtete sie von den Bedenkeneiniger Anwohner. Dies sei jedoch keineswegs das Anliegen der Maßnahme, erklärte nun Steffen Grunert. „Es handelt sich um einen Pflegeschnitt, wie er typischerweise bei Kopfweiden durchgeführt wird“, so der Fachmann. Die Bäume kennzeichne ein weiches Holz, was die Gefahr von Bruchstellen und fauligen Bereichen erhöhe. Der Beschnitt komme letztlich den Bäumen zugute und erhöhe ihre Lebensdauer. „Auf den ersten Blick sieht es ein wenig radikal aus, aber Weiden treiben sehr schnell wieder aus, so dass in einem Jahr schon wiederalles anders aussieht“, sagt Grunert, der den Bürgern gerne auch vor Ort die Pflegearbeiten erklärte hätte, falls er gefragt worden wäre. Im Übrigen habe zuvor auch eine Begutachtung mit der Unteren Naturschutzbehörde desLandkreises stattgefunden und die Maßnahme wurde gemeinsam abgesprochen. Das bestätigte auch Pressesprecherin Haidrun Pergande. „Es ist alles ordnungsgemäßabgelaufen“, versicherte sie. So habe es auch noch mal eine Begutachtung durch die Behörde nach dem erfolgten Pflegebeschnitt gegeben.