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Weltenbummler gastiert in Mirow

Werner Matzke, Jörg Poltier und Arnulf Herzog (von links) führen durch die Schliemann-Ausstellung. Zu sehen gibt es auch Auszüge aus Schliemanns Tagebüchern.  FOTO: Tobias Lemke
Werner Matzke, Jörg Poltier und Arnulf Herzog (von links) führen durch die Schliemann-Ausstellung. Zu sehen gibt es auch Auszüge aus Schliemanns Tagebüchern. FOTO: Tobias Lemke

VonTobias Lemke

Mit „Schliemann auf Reisen“ hat der Mirower Kirchturm- verein zum dritten Mal eine Sonderausstellung auf der Empore eingerichtet. Aber auch der Erlebniskirchturm bietet Neues.

Mirow.Manchmal wäre er froh, wenn Heinrich Schliemann nicht so viel aufgeschrieben hätte, scherzte Dr. Reinhard Witte kürzlich in Mirow. Dennim Archiv des Hauses, das Witte leitet, lagern zigtausend Tagebuchseiten, Briefe und Notizen Schliemanns. Eine kleine Auswahl davon hat der Leiter des Ankershagener Heinrich-Schliemann-Museumsnun für eine Sonderausstellung „Schliemann auf Reisen“ im Mirower Erlebniskirchturm bereitgestellt.
Auf 17 Schautafeln und mit einigen Exponaten wird vor allem der Weltenbummler Schliemann dargestellt. „Er hat an die 20 Sprachen beherrscht, war als Kaufmann in Sankt Petersburg reich geworden, hat mal Schiffbruch erlitten und erst im reiferen Alter seine Leidenschaft für die Archäologie entdeckt“, ist Arnulf Herzog, Vorstandsmitglied im Kirchturmverein, vom einstigen Entdecker Trojas begeistert. Mit „Schliemann auf Reise“ präsentiert die Vereinigung Kirchturm Mirow bereits die dritte Sonderausstellung auf der Empore. Neben dem Johannitermuseum wolle man so auch immer etwas Neues und Abwechslung in den Erlebniskirchturm bringen. „Und mit dem Schliemann-Museum sind wir gut vernetzt und haben wir bereits in der Vergangenheit gut zusammengearbeitet“, erklärt Werner Matzke, ebenfalls Vorstandsmitglied im Verein.
Ein paar Neuigkeiten können Besucher aber auch in der Johanniterausstellung entdecken. So gibt es seit dieser Saison einen Bildschirm, der mittels Berührung gesteuert werden kann. Auf diese multimediale Weise lassen sich die verborgene Treppe der Johanniterkirche und vieles aus der Geschichte der Johanniter erforschen. Künftig solle hier auch das Fernsehbild von der Nestkamera des Turmfalkenpaars wenige Stockwerke höher zu sehen sein. Die Greifvögel brüten in diesem Frühjahr sechs Eier aus. Zudem können Besucher eine Kopie des erst kürzlich sanierten Außenaltar sehen. In einen Spitzbogen haben die Vereinsmitglieder dazu eine Fototapete geklebt. Demnächst solle der Spitzbogen dann aber entsprechend dem Original mit Malereien versehen werden.
Am internationalen Museumstag, am 12. Mai, bietet der Verein eine Führung jeweils um 12 und um 14 Uhr durch das Gotteshaus auf der Schlossinsel an. Der Erlebniskirchturm und die Sonderausstellung „Schliemann auf Reisen“ haben bis zum 31. Oktober, täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

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t.lemke@nordkurier.de

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