Nordkurier.de

Wortbrüchige Gleis-Bauer verärgern Prieperter Bürger

VonTobias Lemke

Die Region im südlichen Zipfel der Seenplatte fällt aus allen Wolken. Der Bahn- übergang bei Düsterförde wird bis Ende Juni gesperrt. Vereinbart war aber etwas ganz anderes.

Priepert/Düsterförde.Die Entrüstung ist bei allen riesengroß – angefangen bei Prieperts Bürgermeister Claus-Detlef Menschel über die Bürger seiner Gemeinde bis hin zu den Urlaubern, die Priepert ansteuern. Sie alle sind stinksauer über das Gebaren der Deutschen Bahn. Denn die hat den Übergang bei Düsterförde wegen der Gleisbauarbeiten jetzt dicht gemacht.
Zwar hatten die Prieperter damit auch gerechnet, allerdings nicht zum jetzigen Zeitpunkt und über eine Dauer von ganzen zwei Monaten hinweg. Denn mit der Bahn sei etwas ganz anderes vereinbart gewesen. „Die Absprachen waren getroffen“, ärgert sich Menschel. Die Gemeinde hatte sich frühzeitig darum bemüht, längere Perioden der Vollsperrung in diesem Jahr zu vermeiden. So sei noch Anfang des Jahres bei der Bahnbaugruppe von einer Sperrung des Übergangs an lediglich 15 Tagen, aufgeteilt auf drei kurze Perioden im Mai und Juni, die Rede gewesen. Die jetzige Lösung bedeutet für die stark vom Tourismus geprägte Region, dass Urlauber und Anwohner für lange Zeit weite Umwege in Kauf nehmen müssen. Bereits im vorigen Jahr hatten die Prieperter unter einer Vollsperrung des Bahnübergangs zu leiden. Die Querung der Gleise ist die kürzeste Verbindung aus Priepert, Strasen und Wustrow in Richtung der Bundesstraße 96.
Sauer ist man in der Kommune auch, da keinerlei Mitteilung seitens der Bahn oder von Behörden gemacht wurde. Die Hinweisschilder seien einfach Ende vergangener Woche aufgestellt worden und das war‘s.„Das können wir nicht hinnehmen“, erklärt Prieperts Bürgermeister, der nun Kontakt zum Landrat und zur Straßenverkehrsbehörde aufgenommen hat. Ärgerlich sei das Vorgehen der Bahn auch, da sich viele Touristiker auf die versprochenen kürzeren Sperrperioden verlassen haben und ihre Gäste entsprechend informiert hätten.

Kontakt zum Autor
t.lemke@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×