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Akademiker und Krallenpflege – wie passt das zusammen?

Peter Möller, Züchter aus Heinrichswalde und Mitglied im Strasburger Verein, zeigt den Kindern der Max Akademie, worauf es bei der Haltung der Kaninchen ankommt.  FOTO: F. Lucius
Peter Möller, Züchter aus Heinrichswalde und Mitglied im Strasburger Verein, zeigt den Kindern der Max Akademie, worauf es bei der Haltung der Kaninchen ankommt. FOTO: F. Lucius

VonFred Lucius

Bäume entasten, Seifenkisten bauen oder
mit Karte und Kompass wandern – das Programm
für die Kinder der Strasburger Max Akademie ist vielseitig. Doch das, was sie jetzt gemacht haben,
haben sie noch nie erlebt.

Strasburg.Nils muss schon richtig zupacken. Der Deutsche Widder, der da vor ihm auf dem Tisch liegt, bringt ein stattliches Gewicht auf die Waage. „Sechseinhalb Kilogramm“, sagt Peter Möller. Gemeinsam mit seinen Vereinskollegen vom Strasburger Rassekaninchenzuchtverein zeigt er den Jungen und Mädchen der sechsten Klasse der Strasburger Max Akademie diese und andere Kaninchen – alles Rassen, die von den Strasburger Züchtern gehalten werden. Auch wie die Krallen bei den Langohren geschnitten werden, demonstriert Peter Möller.
Den Besuch bei den Kaninchenzüchtern auf dem Grundstück von Roland Krüger haben die kleinen Akademiker zusätzlich in ihr Programm aufgenommen. „Es ist einmal etwas anderes als eine Ausstellung. Da laufen die Kinder ruckzuck durch. Hier können sie sich ansehen, wie die Tiere gehalten werden und wie man sich um sie kümmern muss“, sagt Roland Krüger.
Zustande gekommen ist der Kontakt zu den Züchtern über Luisa Brauer, die bei der Max Akademie dabei ist und auch Mitglied im Zuchtverein ist. „Luisa wurde angesprochen, ob die Gruppe sich nicht einmal bei den Züchtern umsehen kann. Es ist doch eine feine Sache, wenn sich Kinder dafür interessieren. Das machen wir als Verein gerne möglich“, sagt Luisas Oma Yvonne Brauer, auch Mitglied im Verein. Einig sind sich die Züchter, dass sie etwas für den Nachwuchs tun müssen. „Wir müssen an die Jugend ran. Das ist das A und O. Aber das ist nicht einfach“, meint Müller. Mit der Lehre, so erzählt der Strasburger, haben seine beiden Söhne die Kaninchenzucht aufgegeben. „Teil der Arbeit in der Max Akademie ist, die Kinder an die Natur heranzuführen“, erklärt Gerhard Schwaneberg, der die Kinder der sechsten Klasse betreut. An diesem Vormittag war die Gruppe im Rothemühler Forst und hat Fichten entastet, um Wildkirschen besseres Wachsen zu ermöglichen.

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