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Diebe stehlen zwei Tage altes Kälbchen

Auch Mutterkühe lieben ihre Kälber. Das in Blankensee gestohlene Kälbchen war erst zwei Tage alt, als es Diebe von der Weide stahlen. [KT_CREDIT] FOTO: ZVG
Auch Mutterkühe lieben ihre Kälber. Das in Blankensee gestohlene Kälbchen war erst zwei Tage alt, als es Diebe von der Weide stahlen. [KT_CREDIT] FOTO: ZVG

VonRita Nitsch

In Blankensee haben Diebe ein zwei Tage altes Kälbchen der Mutter entrissen. Die Spur führt bis an die Grenze, doch es besteht wenig Hoffnung für Familie Berger.
Blankensee.Verzweiflung, Enttäuschung, Hilflosigkeit, Traurigkeit und enorme Wut machen sich in der Familie Berger in Blankensee breit.Das kleine weiße Kälbchen der Familie war erst zwei Tage alt, als gewissenlose Diebe es der Mutterkuh entrissen. Was die Sache noch trauriger macht: Das Jungtier sollte am nächsten Tag eine Ohrmarke erhalten. Doch dazu kam es nicht mehr, das Kalb zu identifizieren, ist dadurch erheblich schwieriger. „Die Rufe der Mutterkuh nach dem Kälbchen waren bis ins Dorf zu hören“, erzählen die Bergers und fragen sich: „Wer macht so etwas?“ Die Spur führte bis an die Grenze zu Polen. Sogar die Bundespolizei sei vor Ort gewesen. „Unsere Befugnisse gehen jedoch nur bis zu den Grenzpfählen“, teilten die Beamten der Familie mit.
Tochter Simone erfuhr von der grausigen Entführung in Berlin. Sie machte sich sofort auf den Weg zu ihrer Familie, blieb aber nicht lange dort und machte sich sofort auf nach Polen. Doch eine Spur von ihrem Kälbchen hat sie nicht finden können. Es ist bitter: „Ich bin eine große Tierliehaberin. So manches Kälbchen habe ich selbst mit Tränk-
eimern aufgezogen“, erzählt sie. Und jetzt so etwas. Trauer und Wut bestimmen die Familie. Schon mehrmals wurden Bergers bestohlen. Weidezaungeräte und eine große Walze gehörten zum Diebesgut, doch ein unschuldiges Kälbchen? Jetzt hofft die Familie auf die Zusammenarbeit zwischen deutschen und polnischen Behörden. Polizeisprecherin Ortrun Schwarz hat jedoch wenig Hoffnung. „Nach einer Anzeige werden auch die polnischen Kollegen informiert“, sagt sie. Doch es sei schwierig, ein Kälbchen ohne Ohrmarke wieder zu finden. Wir drücken die Daumen!

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