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Diese beiden Männer wollen unbedingt den Schönheitspreis

VonAngela Stegemann

Opa Klaus Makowiak
und sein Enkel Jakob
bilden ein Team bei unserem Kürbis-Wettbewerb. Allerdings kommt es den beiden nicht auf die Größe der Früchte an. Die beiden Pasewalker wollen die schönsten Exemplare abliefern.

Uecker-Randow.Klaus Makowiak ist fest davon überzeugt, dass er seinem fast dreijährigen Enkel Jakob Herrmann das Garten-Gen vererbt hat. Der Junge fragt ihn ein Loch in den Bauch. „Die Erbsen hat er schon einmal so schön saubergemacht, besser könnte ich es nicht“, erzählt der stolze Opa. Gern sitzt Jakob mit seinen Baufahrzeugen im Sandkasten und spielt. Ein Auge hat er dabei aber immer auf die Großeltern. Denn auch in den gegenüber liegenden Garten geht er gern. „Der gehört meiner Tochter, aber die ist in Neubrandenburg“, sagt Klaus Makowiak. In der Parzelle werden deshalb die Hühner gehalten. Da muss man doch gucken, ob Eier in den Nestern sind! Bei den Großeltern im Garten zu sein, ist Jakobs größtes Glück, erzählt seine Mama Nicole. Als sie von der Kürbisaktion las, schnitt sie den Coupon aus und meldete die beiden kurzerhand an.
Der Garten in der Anlage am Lindenbad ist zu einer Familien-Oase geworden. Die Makowiaks zogen drei Kinder groß, haben fünf Enkel. Auch der Kinderwagen der gerade erst geborenen Urenkelin Emmi steht schon im Garten. Traditionell trifft sich die Familie sonntags in der Parzelle. Zum Mittagessen sitzen dann immer acht bis zehn Leute an einem Tisch.
Die Familie bewirtschaftet den Garten seit 1987. Klaus Makowiak schmunzelt: „Da hatten wir fast keinen Rasen.“ Da das Obst- und Gemüseangebot in den Geschäften mau war, wurde fast alles angebaut – Kartoffeln, Gurken, Tomaten. Vor neun Jahren wurde Makowiak Rentner – und der Garten zum Lebensmittelpunkt. Ganz so viel wie zu DDR-Zeiten baut er jetzt aber nicht mehr an. Riesengroße Kürbisse gehörten selten dazu, weil man die Schwergewichte gar nicht alle verarbeiten kann. Die Familie liebt mehr die Zierkürbisse. „Früher haben wir Gemüsekürbis süßsauer im Steintopf eingelegt“, erzählt der Gärtner. Nun will er mit Jakob des Spaßes wegen beim Wettbewerb mitmachen. Drei Pflanzen haben sie im Topf vorgezogen, die sind nun im Freien. Der große und der kleine Gärtner wollen sie viel gießen und düngen. Allerdings haben sie keinen Samen gekauft, der die größten Erträge verspricht. „Wir wollen den schönsten Kürbis liefern“, sagt Klaus Makowiak. Ihrer soll grün gestreift sein.

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