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Doppelt tanken – zum gleichen Preis!

„Mit Milch fährt man besser!“ – so das Motto des Kreisbauernverbandes an der Pasewalker Shell-Tankstelle. Denn heute ist internationaler Tag der Milch. Tankstellenkunden erhielten kostenlos einen Becher Milch sowie Informationen zu dem Nahrungsmittel. Silvia Marscheider, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes, reicht hier Willem Terpstra aus Grammow bei Rostock einen Becher Milch. Prost!  FOTO: F. Lucius
„Mit Milch fährt man besser!“ – so das Motto des Kreisbauernverbandes an der Pasewalker Shell-Tankstelle. Denn heute ist internationaler Tag der Milch. Tankstellenkunden erhielten kostenlos einen Becher Milch sowie Informationen zu dem Nahrungsmittel. Silvia Marscheider, Geschäftsführerin des Kreisbauernverbandes, reicht hier Willem Terpstra aus Grammow bei Rostock einen Becher Milch. Prost! FOTO: F. Lucius

VonFred Lucius

Einen Becher Milch oder
einen Milch-Bonbon –
das gab es gratis an der Pasewalker Shell-Tankstelle. Unter dem Motto „Mit Milch fährt man besser!“ warb
der Bauernverband Uecker-Randow für das gesunde Nahrungsmittel.

Pasewalk.Gesine Jürgens muss Klaus und Elfriede Bialecki nicht lange überreden. Die beiden Pasewalker nehmen gerne einen Becher Milch vom Tablett, mit dem die Landwirtin aus Polzow zwischen den Zapfsäulen der Shell-Tankstelle von Auto zu Auto geht. „Wir haben von der Aktion gehört und sind extra deshalb hergekommen. Ich trinke auch sonst Mich“, sagt Klaus Bialecki. Schade findet der 64-Jährige, dass man heute keine richtige Kuhmilch mehr beim Bauern kaufen kann. „Früher haben wir immer dicke Milch getrunken. Etwas Besseres im Sommer gibt es nicht“, meint der Pasewalker. Traurig sei es auch, dass die Landwirte mit niedrigen Preisen für ihre Milch zurecht kommen müssen.
„Mit Milch fährt man besser!“ lautet die Aktion des Bauernverbandes an diesem Vormittag an der Shell-Station in der Anklamer Straße. Anlass ist der heutige Internationale Tag der Milch. „Das ist doch eine gute Sache. Und das sind gesunde Produkte“, begründet Pächterin Jana Rossow, warum der Bauernverband hier einen Stand aufbauen darf. Während Manuela Hinzmann und Ursula Krüger von der Geschäftsstelle des Verbandes Becher für Becher füllen, teilt auch Geschäftsführerin Silvia Marscheider das gesunde Nahrungsmittel aus. Dazu gibt es einen Zettel, der über die Inhaltsstoffe der Milch aufklärt. „Es ist schon erstaunlich, wie viele keine Milch trinken“, meint Silvia Marscheider und bietet den „Verweigerern“ einen Milch-Bonbon an. Während bisher Werbeaktionen für die Milch in Schulen oder vor Supermärkten stattfanden, habe man sich diesmal bewusst für die Tankstelle entschieden. „Das Motto passt doch genau hier her“, ist Silvia Marscheider überzeugt. Nach ihren Angaben gibt es im Verbandsgebiet noch 33 Milcherzeuger. Im Schnitt dieser Betriebe werden 233 Kühe gehalten. In vier Unternehmen der Uecker-Randow-Region stehen mehr als 500 Kühe in den Ställen – in der Agrargenossenschaft Jatznick, der Raminer Agrar GmbH, dem Milchhof Krabben Neuensund sowie in der Grünhofer Milchviehzucht AG. 38 Prozent aller Milchkühe in der Region entfallen auf diese vier Milcherzeuger. „35 Cent je Liter werden derzeit gezahlt. Das ist nicht berauschend, aber es geht“, sagt Frank Westphal, Vorstandsvorsitzender der Agrargenossenschaft Jatznick. Die Genossenschaft hat im April einen neuen Stall mit 544 Plätzen in Belling in Betrieb genommen.

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