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Drei Frauen feiern Sieg über eine Bank

Susanne Koch (von links), Katrin Schmidt und Anike Freese können aufatmen: Die Bank wird versetzt.  Foto: A. Stegemann
Susanne Koch (von links), Katrin Schmidt und Anike Freese können aufatmen: Die Bank wird versetzt. Foto: A. Stegemann

Pasewalk.Susanne Koch braucht nicht mehr um ihr Kosmetikstudio am Neuen Markt in Pasewalk zu fürchten. Im Streit um eine Bank haben drei Unternehmerinnen, die gemeinsam einen Schönheitssalon betreiben, einen Sieg davongetragen.
Noch steht die Bank. Sie ist zwar schön, aber seit dem Herbst war sie zum Ärgernis geworden. Der Grund: Bei schönem Wetter treffen sich dort die Leute zum Schwätzchen. Das gute Stück befindet sich aber neben einem Fenster – gleich dahinter steht die Kosmetikliege. Dort versteht man jedes Wort, das die Leute auf der Bank sich so erzählen. Susanne Koch, der Inhaberin des Kosmetikstudios, blieben die Kunden aus. Denn bei der Schönheitsbehandlung will man sich erholen und nicht das Geschwätz anderer Leute hören. Sogar eine Unterschriftensammlung gab es schon. Nach einem Treffen vor Ort entschied der Bauausschuss, dass die Bank nicht versetzt wird. Begründet wurde das mit den Kosten und dass die Sitzgelegenheit für ältere Menschen wichtig sei.
Während der Tagung des Wirtschaftsausschusses griff dessen Chefin Katrin Köppen (WIP) das Thema noch einmal auf. Immerhin gehe es dort um die Zukunft einer Unternehmerin, meinte sie. Dem Wunsch der Unternehmerinnen sollte man stattgeben, forderte auch Gerhild Teßmann (WIP). In der Nähe stehen ihrer Ansicht nach genügend Bänke. Ansonsten gebe es in der Stadt wichtigere Dinge. „Die Frauen im Salon müssen dort ihr Geld verdienen. Die Bank ist für sie geschäftsschädigend“, fand auch Irene Schröder (CDU). Die Mitglieder des Wirtschaftsausschusses hätten sich außerdem gewünscht, dass sie beim Lokaltermin vor Ort hinzugezogen worden wären. Aber auch Bauamtsleiterin Monika Hänsel ließ die Sache mit der Bank keine Ruhe. Es gab eine Verständigung mit der Planerin. Verwaltungsmitarbeiterin Katarzyna Werth überbrachte schließlich die gute Nachricht: „Die Bank wird umgesetzt.“ast

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