Nordkurier.de

Ein Traum und Platz für Wandmalerei

Bürgermeister Peter Böhm deutet schon an, wo künftig die Küche im neuen Gemeindehaus stehen wird. Am  1. Juni wird der Neubau dort eingeweiht, wo einst das Gutshaus stand.  FOTOS: A. Seidel
Bürgermeister Peter Böhm deutet schon an, wo künftig die Küche im neuen Gemeindehaus stehen wird. Am 1. Juni wird der Neubau dort eingeweiht, wo einst das Gutshaus stand. FOTOS: A. Seidel

Von unserem RedaktionsmitgliedAnett Seidel

Ein Feuerwerk für das neue Gemeindehaus – der Neubau ist es den Rossowern wert. Am baulichen Zeitplan hat sich trotz des Wetters nichts geändert.

Rossow.Für die Gabel, den Löffel und das Messer ist gesorgt. Im neuen Rossower Gemeindehaus wird ab 1. Juni Platz für bis zu 50 Gäste sein und jedem ist ein Stuhl sicher. Noch herrschen jedoch die Bauarbeiter im neuen Gemeindehaus. Der Fußboden wird in den kommenden Tagen verlegt, der Putz muss ans Mauerwerk und die Küche wird ebenfalls montiert. „Trotz des Wetters liegt aber alles im Zeitplan“, betont Bürgermeister Peter Böhm. An dem Eröffnungstermin gebe es nichts zu rütteln: Der 1. Juni steht.
„Dann haben wir rund
230 000 Euro Fördermittel, aber auch Eigenkapital der Gemeinde verbaut“, betont Peter Böhm. Viel Geld habe die Gemeinde für den Neubau in die Hand genommen, aber damit sei das Haus nicht nur fertig, sondern auch komplett eingerichtet.
Für jeden steht das neue Gemeindehaus künftig offen. Die Gemeindevertretung wird in absehbarer Zeit noch eine entsprechende Gebührensatzung verabschieden. Dem Dorfklub steht das Haus kostenfrei zu Verfügung. „Und wir sind uns sicher, dass wir, wie vom Fördermittelgeber gefordert, an mindestens 100 Tagen im Jahr ausgelastet sind“, zeigt sich das Gemeindeoberhaupt überzeugt. Die Sportgruppe wird wieder von Brunn nach Rossow ziehen. Auch die sangesfreudigen Einwohner, die ihrer Leidenschaft unter Anleitung des Pastors nachkommen, finden Gelegenheit, im Gemeindehaus zu proben. An den Malzirkel sei ebenfalls gedacht. „Die Gemeindevertretung wird künftig nicht mehr nur in Staven, sondern auch in Rossow tagen“, führt Peter Böhm an. Und wer Familienfeiern in dem Haus machen möchte, sei ebenfalls willkommen.
Im September des vergangenen Jahres haben die Bauarbeiten begonnen, wo einst das Rossower Gutshaus stand. Die Geschichte um das Gutshaus in Rossow ist lang und hat in der Vergangenheit immer wieder für Diskussionsstoff in der Gemeinde gesorgt. Anfang 2010 war das Gemeindeoberhaupt noch zuversichtlich, in dem einst herrschaftlichen Sitz ein Energielehrmuseum einzurichten. Das damals noch denkmalgeschützte Haus aus dem 18. Jahrhundert sollte saniert werden. Aber dieses Vorhaben löste sich in Luft auf, als in dem Gemäuer Hausschwamm entdeckt und die Sanierungskosten auf rund eine Million Euro beziffert wurden (der Nordkurier berichtete). Das Gebäude wurde gesperrt und schließlich abgerissen. Zu dem Zeitpunkt dürfte niemand damit gerechnet haben, dass sich die Neubau-Pläne so schnell in die Tat umsetzen lassen. Ein Grund für die Rossower, ein Feuerwerk in den Himmel steigen zu lassen. Am 1. Juni wird vor dem Neubau ein Gottesdienst stattfinden. Anschließend übernimmt die Gemeinde die Hoheit darüber. „Danach feiern wir Kindertag“, verspricht Peter Böhm. Höhepunkt ist am Abend die Party im Festzelt mit Livemusik, Zauberei und einem Feuerwerk.
Und möglicherweise kann in Zukunft auch der letzte Quadratmeter des Hauses genutzt werden. „Die Gemeinde träumt davon und arbeitet daran, den Dachausbau vorzunehmen.“ Aber zunächst sind die Rossower gefragt. Eine Wand steht für eine Malerei zur freien Verfügung. Ab sofort nimmt der Bürgermeister Entwürfe dafür entgegen. Eine Einwohner-Jury wird am Ende entscheiden, wie die Wand gestaltet wird.

Kontakt zur Autorin
a.seidel@nordkurier.de

Mehr zu diesen Themen
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
Jetzt die Nordkurier App für Smartphone und Tablet installieren.
×