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Eine Burg Stargarderin wacht jetzt über die Finanzen der Stadt Strasburg

Von unserem RedaktionsmitgliedFred Lucius

Doppischer Haushalt –
für so manchen Stadt- und Gemeindevertreter ist
das nach wie vor ein Buch mit sieben Siegeln.
Nicht allerdings für Kerstin Koch. Sie ist die neue Kämmerin im Strasburger Rathaus.

Strasburg.Eines ist für Kerstin Koch schon jetzt klar: Die Stadt Strasburg aus dem finanziellen Minus heraus zu bekommen, wird nicht leicht sein. Den unlängst beschlossenen Haushalt der Stadt hat sie schon studiert, bereits bevor sie ihre Tätigkeit als neue Kämmerei-Amtsleiterin im Strasburger Rathaus aufnahm. „Daran gibt es nichts auszusetzen. Jetzt muss ich sehen, wie die Zahlen zustande gekommen sind“, sagt die 50-Jährige, die in Burg Stargard wohnt und sich unter zwölf Bewerbern um diese Stelle durchgesetzt hat.
Kerstin Koch löst Maria Hardt ab, die auf eigenen Wunsch ihre Tätigkeit beendet hat. Obwohl die „neue“ Finanzerin eigentlich gelernte Krankenschwester ist, ist ihr die neue doppische Haushaltsführung in den Kommunen alles andere als fremd. In Greifswald hat sie Verwaltungs- und Betriebswirtschaft studiert.
In Neubrandenburg war die Mutter zweier Kinder zuletzt in der Kämmerei tätig. Dort war sie verantwortlich für den Gesamtabschluss
der Stadt – hatte damit einen vollständigen Überblick über sie Finanzen, einschließlich ausgegliederter Gesellschaften und Beteiligungen der Stadt. „Neubrandenburg war ja Vorreiter bei der Doppik“, erzählt Kerstin Koch. Doch die Arbeit in der Viertorestadt sei ihr irgendwann zu anonym gewesen. Mit der Tätigkeit in Strasburg hat sie schließlich die Chance gesehen, auch gestalten zu können. Ähnlich wie einst im Amt Mecklenburgische Kleinseenplatte mit Sitz in Mirow, wo sie zwölf Jahre als Kämmerin für die Finanzen zuständig war. „Kämmerei heißt ja nicht nur Zahlen des Haushalts. Es gibt hier ja auch den Bereich Vollstreckung oder Liegenschaften“, sagt die
50-Jährige. Die Doppik, gibt sie zu, ist für Stadt- und Gemeindevertreter schwierig zu verstehen. Ein umfassendes Zahlenwerk, viel Papier. „Aber wahrscheinlich ist uns das in zehn Jahren in Fleisch und Blut übergegangen.“

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f.lucius@nordkurier.de

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