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Häßliche Baulücken werden jetzt schön

Gilt als gelungenes Beispiel der Stadtsanierung: Penkuns Jungfernsteig. Er führt an der Stadtmauer entlang.
Gilt als gelungenes Beispiel der Stadtsanierung: Penkuns Jungfernsteig. Er führt an der Stadtmauer entlang.

VonRainer Marten

Mit Miniparkanlagen, Grünbereiche oder in Grün eingefasste Fahrzeug- Stellplätze werden künftig innerstädtische Baulücken geschlossen, wenn es
für diese Flächen keine Bauherren mehr gibt.
Das Bauministerium bewilligte jetzt Penkun
Geld für die Gestaltung
einer solchen Baulücke.

Penkun.Eigentlich müsste es abgerissen werden – das leer stehende Wohnhaus am oberen Ende der Penkuner Schuhstraße/Ecke Stettiner Tor. Das Gebäude, vor mehr als 100Jahren sehr dicht am Straßenrand errichtet, versperrt jede Sicht auf den Verkehrsfluss. Alles deutet darauf hin: Wohnen möchte dort niemand mehr. Nach dem Abriss würde sich für die Gestaltung dieses städtischen Eingangsbereiches ganz andere Bedingungen ergeben.
Aber nicht dieses Hausgrundstück steht derzeit zur Debatte, sondern eine angrenzende leere Hofstelle. Irgendwann zu DDR-Zeiten wurden die Gebäude abgerissen und der Platz mit Betonplatten ausgelegt. Fertig war der
Parkplatz. Seit Jahren ist diese Fläche wiederum gesperrt. Zu gefährlich selbst als Autostellplatz. Hinter dem Zaun und aus den vielen Fugen im Beton wächst das Gras.
Seit Langem plant die Stadt Penkun, diesen innerstädtischen Bereich so zu gestalten, dass er wieder eine Funktion erfüllt, informierte Mittwoch Penkuns Bürgermeister Bernd Netzel. Angesichts der knappen Haushaltslage habe die Stadt eine entsprechende Projektförderung beantragt, damit die rund 370 Quadratmeter große
Freifläche gestaltet werden kann.
Das Ministerium für Wirtschaft, Bau und Tourismus unterstützt nun die Penkuner Ideen mit einer entsprechenden Zuwendung. Die Gesamtinvestition in Höhe von rund 50 000 Euro wird mit Mitteln der Städtebauförderung in Höhe von rund
28 000 Euro unterstützt. Die Baumaßnahme soll im Sommer beginnen und bis zum Herbst abgeschlossen sein. Laut Bürgermeister hat die Stadt die Eigenmittel in den Haushalt eingestellt. Dieser sei Mittwoch bestätigt worden, müsse allerdings noch die Hürde der kommunal-
aufsichtlichen Prüfung nehmen.
Das Projekt, so Netzel, wird dazu beitragen, den Eingangsbereich von Penkun ansehnlicher zu gestalten.
Derartige Vorhaben seien in Penkun nur Dank der Städtebauförderung möglich. Mit Unterstützung der Städtebauförderung konnten im Rahmen der städtebaulichen Gesamtmaßnahme „Altstadtkern“ unter anderem die Stadtmauer saniert und der Jungfernsteig neu gestaltet werden.

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