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Kinder wollen die dicksten Kürbisse züchten

VonAngela Stegemann

Wir wollen kleine Kürbisgärtner sein, haben sich die Mädchen und Jungen aus der Pasewalker DRK-Kita „Kinderhaus Regenbogen“ an der Ringstraße vorgenommen. Sie sind bei der Aktion unserer Zeitung dabei.

Pasewalk.Wenn Erzieherin Jeannette Köpsel fragt: „Wer möchte die Kürbispflanzen gießen?“, dann schallt es aus allen Kehlen „Ich“. Also geht es reihum. Jeden Tag darf ein anderes Kind eine der drei Pflanzen bewässern. Alle anderen stehen dann staunend daneben. Die Kinder haben offenbar eine ganz andere Welt für sich entdeckt – und sind begeistert.
Alles fing damit an, dass Jeannette Köpsel in unserer Zeitung den Aufruf zum Kürbis-Wettbewerb las. Da sie Chefin der Sternchen-Gruppe ist, nahm sie die Zeitung mit und schlug den Fünf- bis Sechsjährigen vor, mitzumachen. Die nutzten gleich ihre verwandtschaftlichen Beziehungen aus. Jettes Oma beispielsweise arbeitet in einem Garten-Center. Sie steuerte die Erde bei. Ferdinand brachte die Samenkörner mit. Ausgesucht wurde die Sorte, die laut Samentüte die größten Früchte verspricht: „Atlantic Giant“. Andere Kinder wie Betty, Isabell und Friedrich kümmerten sich um die Blumentöpfe. Ins Freie kamen die Pflanzen erst Anfang Mai.
In den Blumentöpfen keimten die Winzlinge auf der Fensterbank vor. Die Kinder lernten, dass sie viel gegossen werden müssen und Sonne brauchen. Die Erzieherin hatte gehört, dass Kürbisse am besten auf dem Kompost wachsen. Also wurden sie dorthin gepflanzt. Das gefiel aber Hausmeister Stanislaw Choma gar nicht, da er ständig Gras entsorgen muss. Also half er den Kindern, hinter dem Kompost ein Beet anzulegen.
Nun wünschen sich die Kinder nichts sehnlicher, als dass sie der Pasewalker Zeitung die dicksten Kürbisse präsentieren. Jeannette Köpsel hat sich bereits Gedanken gemacht, was man mit so großen Früchten anfangen kann. Auf alle Fälle soll ein Kürbis zu Halloween dran glauben. Mit den Kindern könnte man gemeinsam eine Suppe kochen, hat sie sich vorgenommen. Für viele Regenbogen-Kinder ist das Gärtnern Neuland. Aber das Betätigungsfeld soll bleiben, auch wenn die Kürbisse längst geerntet sind. Jeannette Köpsel könnte sich vorstellen, dass dort im nächsten Jahr Zwiebeln oder auch Kresse angebaut werden.
Einige Kinder lieben auch den Garten zu Hause. „Ich mache das Unkraut immer weg“, verkündet Danilo stolz. Bei Jeannette Köpsel im Garten wachsen meist Blumen.

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