Dezember 12, 2011
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Finanzen/Haushalt von Christoph Schoenwiese

Kommentar: Etwas „Chaos“ steht dem Kreis ganz gut

Anklam (nk)  

Danke, liebe Anti-NPD-Aktivisten! Danke, für diesen mutigen und demokratischen Beitrag vom vergangenen Montag beim Kreistag in Greifswald. Ja, diese jungen Leute haben gegen die Geschäftsordnung des Kreistages verstoßen. Natürlich ist die Sitzung durch das Entrollen ihrer Plakate, durch ihr Trällern mit Pfeifen und das Werfen von Luftballons im „Chaos“ versunken.

 

Dass aber ausschließlich Abgeordnete der NPD an diesem Abend gegenüber einigen der Demonstranten handgreiflich geworden sind, ist in der Berichterstattung nahezu untergegangen. Die mutigen Aktivisten haben an diesem Abend einmal mehr entlarvt, dass NPD-Politiker auch vor Gewaltanwendung nicht zurückschrecken – und das in einem demokratisch legitimierten Parlament!

 

Was an Reaktionen der demokratischen Parteien kommt, ist da leider nur Altbekanntes: Man müsse die NPD auf politischer Ebene bekämpfen. Mit Argumenten, mit Aufklärung. Das Verurteilen zivil ungehorsamer Aktionen, wie die am Montagabend in Greifswald, spielt aber einer Partei, die Demokratie abschaffen will, die offen gegen Andersdenkende, Andersaussehnde agitiert, die ihre Mitglieder aus aggressiven Kameradschaften zieht, viel stärker in die Hände.

 

Da ist es nur löblich, dass wenigstens einige Politiker wie etwa Rainer Dambach öffentlich für die mutige Aktion der Aktivisten aus Greifswald Partei ergreifen. Das steht Vorpommern-Greifswald zur Abwechslung auch mal ganz gut zu Gesicht.

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