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Kuchen zaubern? Für die 8b kein Problem

Andrea, Hannes und Dennis gehörten zu denjenigen, die die ZiSch-Projekte vorstellten. Sie schrieben nicht nur eigene Beiträge, sondern berichteten auch darüber, dass sie u. a. das Verlagsgebäude in Neubrandenburg besuchten.  FOTOs: A. Stegemann
Andrea, Hannes und Dennis gehörten zu denjenigen, die die ZiSch-Projekte vorstellten. Sie schrieben nicht nur eigene Beiträge, sondern berichteten auch darüber, dass sie u. a. das Verlagsgebäude in Neubrandenburg besuchten. FOTOs: A. Stegemann

VonAngela Stegemann

Die Jugend hat kein Interesse mehr daran,
selbst zu backen?
Wer acht Schüler der Pasewalker Arnold- Zweig-Europaschule kennengelernt hat, muss umdenken. Ein tolle Truppe!

Pasewalk.Andrea scheint die erfahrenste Hobby-Bäckerin in der 8b zu sein. „Ich habe schon alles Mögliche gebacken, auch Torten“, erzählt sie. Der Anfang wurde einst mit einem Kirschkuchen gemacht. Der war nicht ganz gelungen. „Aber essen konnte man ihn.“
In den Familien schwingen vor allem die Mütter die Rührlöffel, gebacken wird vor allem zu Feiertagen. Und ihre Kinder, sogar die Söhne, helfen ab und an! Tobias aus Pasewalk beispielsweise mag am liebsten den Maulwurfskuchen. Anna-Maria aus Zerrenthin isst gern Wölkchen-Kuchen. Auch Phillipp und Dennis aus Pasewalk sind Leckermäulchen, halfen den Müttern schon mal. Dennis liebt die Schwarzwälder Kirschtorte. Maria aus Pasewalk bevorzugt Erdbeerkuchen.
Bei so viel Erfahrung konnte gar nichts mehr schiefgehen. Denn angesagt war einen Vormittag lang ein Backtag mit dem Nordkurier. Innerhalb des Projektes „Zeitung in der Schule“ (ZiSch) wurden Rezepte aus den Backheften des Verlages ausprobiert. Christina Wolff ist nicht nur die Leiterin des ZiSch-Projektes, sondern auch Klassenlehrerin der 8b. Zum Backen waren auch
Manuela Wandel und Katja Voigt vom Nordkurier gekommen. Beide erfahrene Back-Frauen. Doch helfen brauchten sie wenig. Die Lehrerin traf eine Vorauswahl der Rezepte. Denn in zwei Stunden musste alles gebacken, aufgegessen und die Küche wieder gereinigt sein. Maria und Hannes servierten einen Biskuit-Kirsch-Streuselkuchen, Andrea und Dennis einen Kirsch-Schokokuchen. Anna-Maria und Tobias probierten sich an einem Apfelauflauf mit Vanillesoße und Joelina und Philipp backten Tante Emmas Butterkuchen.
Zuvor war der Tisch gedeckt worden. Die Omas wären stolz auf ihre Enkel! Weißes Tischtuch, Servietten, vererbtes Gold-Geschirr, als Dekoration alte Backutensilien. Als Christina Wolff rief: „An die Backbleche!“ ging es los. Hektik kam nicht auf. Von den Damen gab es dann doch noch so manchen Tipp. Beispielsweise den, dass mit einem Holzstäbchen geprüft wird, ob der Kuchen gut ist. „Mit Mehl an den Händen verhindert man, dass der Streuselteig an den Händen klebt“, riet Manuela Wandel Joelina aus Rothenburg. Andrea achtete darauf, dass alle Backzeiten eingehalten wurden.
Zwischendurch gab es so manchen Plausch. Über das ZiSch-Projekt der Mädchen und Jungen und darüber, wie Lokalzeitung gemacht wird.
Die Kuchen sind gelungen. Könnte sich jemand angesichts von soviel Backtalent vorstellen, Konditor oder Bäcker zu werden? Schweigen. Hannes möchte einmal Motorräder reparieren. Andrea und Anna-Maria sehen sich als Erzieherinnen. „Ich habe mich noch nicht entschieden“, meint Joelina. Der Lehrerin ist anzusehen, dass sie so richtige stolz auf „ihre“ Schüler ist.

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